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Pi and More

Am 11. Juni 2016 findet zum 9. Mal in Trier die große Veranstaltung „Pi and More“ statt. In der Programmschrift heißt es:

„Das Programm ist gegliedert in Workshops und Vorträge sowie eine ganztägige Projektausstellung. Für die Workshops stehen Raspberry Pis zum Ausprobieren und Mitmachen zur Verfügung … Der Eintritt ist – wie immer – kostenlos, jedoch bitten wir um eine vorherige Registrierung.“

Ich werde um 14.30 Uhr in Hörsaal 11 einen Vortrag halten zum Thema: Ein Raspberry Pi-Netzwerk für die Schule – Von der Idee bis zum fertigen Netzwerk, siehe auch den Programmüberblick

Vielleicht lerne ich dort den einen oder anderen interessierten Kollegen kennen, der mit dem Gedanken spielt, Raspberry Pi-Computer für die Schule anzuschaffen. Ich würde mich sehr darüber freuen! Alle, die irgendwie inhaltlich an diesem Tag eingebunden sein werden, tragen ein Namensschild, wie mir mitgeteilt wurde. Man erkennt mich vor oder nach dem Vortrag also auch daran – „Marek“ steht bei mir.

Alle weiteren Informationen zur Anfahrt, Verpflegung etc. auf der Webseite: Pi and More

Nur ein Ordner und sonst nix

Als ich das erste Mal ein 1. Schuljahr übernahm, fragte ich mich irgendwann, was ich mir da eigentlich mit all den Schnellheftern für Deutsch, Mathe, Sachunterri… antue. Denn wie viel Zeit geht verloren bis alle Kinder den richtigen Schnellhefter gefunden, etwas eingeheftet und wieder alles eingesteckt haben?! Verunsichert darüber, ob es nicht an den Kindern, sondern an mir liegen könnte, versicherten mir befreundete Kolleginnen, dass auch bei ihnen locker 1/3 der Unterrichtszeit allein für diesen Prozess vergeudet werde.

Als das nächste 1. Schuljahr anstand, verzichtete ich auf Schnellhefter. Ich bat die Eltern lediglich darum, zum Abheften von Papier einen großen DIN A4-Ordner anzuschaffen – diese großen mit dem Hebel. Darin hefteten die Kinder einfach chronologisch alles ab, wenn es Papier gab. Hand auf’s Herz: Wer guckt denn später noch in die alten Arbeitsblätter hinein?!

Falls mal ein Blatt – vor allem die Hausaufgabenblätter – mit nach Hause musste, kam es entweder in den einzigen Schnellhefter oder aber in eine Klarsichtfolie (die, die so „halb offen“ sind und die Blätter nur hinein gelegt werden müssen). In der Regel freitags hefteten die Kinder dann einfach alles in den großen Ordner ab. Fertig! So haben wir alle viel Zeit gespart.

Die Erfahrung aus der Geschichte: Es muss nicht alles gleich von Anfang gelernt werden. So manches wird in späteren Jahrgängen sehr viel schneller gelernt, wie z.B das Jonglieren mit all den Schnellheftern.

Wörter mit Orthographemen

Diese Wörtersammlungen sind die Fortsetzung zu den Wörtern aus Basisgraphemen. Bei den Wörtern mit Orthographemen habe ich Wörter gesammelt, die spezifische rechtschriftliche Phänomene enthalten. Im 1. Teil geht es um die Auslautverhärtungen d/t, b/p und g/k. Zu beachten sei, dass beispielsweise die Gruppe „Wörter mit Auslaut -t“ aus Wörtern besteht, die nahezu ausschließlich aus Basisgraphemen geschrieben werden und hier im Zusammenhang mit der Gruppe Auslaut -d zu sehen sind.

Da sich die Kinder, sofern sie sich mit diesen Wortgruppen beschäftigen, auf dem Weg in die orthographische Phase befinden, könnte eine mögliche Übung dahingehend erweitert werden, dass ganze Sätze mit verschiedenen Auslauten vorgelesen werden, z.B. Mein Freund kauft sich oft ein Brot.

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Mein Schreibschriftheft

Neulich fand ich mein altes Schreibheft aus der 1. Klasse. Ich war überrascht, wie sauber ich schon wenige Monate nach Schulbeginn schreiben konnte. Erstaunt war ich zudem darüber, dass wir schon sehr früh mit der lateinischen Ausgangsschrift angefangen haben. Als ich Lehrer wurde, begannen die damals ältesten Kolleginnen und Kollegen frühestens in Klasse 2 mit der Schreibschrift. Mittlerweile ist das Ziel für die Handschrift in Rheinland-Pfalz nur noch formuliert als: „eine gut lesbare Handschrift flüssig schreiben“ zu können. Die Schüler können, sie müssen also nicht eine Schreibschrift erlernen.

Interessant finde ich hier das Wort „flüssig“. Was ist damit eigentlich gemeint? Flüssig ist die Tinte im Füller, aber wie funktioniert ‚flüssig schreiben‘? Ist hiermit vielleicht eher „fließend“ gemeint? Wenn es fließend wäre, müsste es dann aber nicht eine Schreibschrift sein? Wie soll die Schrift fließen, wenn sie nach jedem Buchstaben abgesetzt werden muss?

Ich habe in den letzten zwei Durchgängen das Erlernen der Schreibschrift im Sinne des Rahmenplans frei gestellt. Es gab einige Kinder, die sich darauf gestürzt haben, während die eher etwas grobmotorischen, kein Interesse daran zeigten. Im nächsten Durchgang ab Klasse 1 bin ich mir noch nicht sicher, ob ich nicht vielleicht doch die lateinische Ausgangsschrift verpflichtend machen sollte.

Zum Ansehen: Mein Schreibschriftheft aus der 1. Klasse (26 MB) Erwähnt sei, dass nicht alle Kinder so sauber geschrieben haben. Das sage ich deshalb, um der allgemeinen Aussage „Früher war alles besser“ entgegen zu wirken!

Zitat „Alle gleich machen“

Je besser die Lehrer in der Schule ihre Arbeit machen, desto größer werden die Leistungsunterschiede zwischen den Schülern – und nicht kleiner! Dass Lehrer ihre Aufgabe darin sehen, die Leistungsunterschiede verkleinern zu wollen, ist eine Lebenslüge, weil sie nicht realisierbar ist.

Prof. Dr. Andrea Peter-Koop (Universität Bielefeld, Fachbereich Mathematik) auf einer Fortbildung zur Inklusion in Mathematik im November 2015

siehe auch: Mythos Chancengleichheit?

Raspberry Pi2 am Beamer

Heute habe ich einen meiner Raspis an den Beamer in der Klasse angeschlossen. Diesmal war ich gespannt, ob das Bild übertragen wird, da es mit dem letzten HDMI-VGA-Adapter nicht klappen wollte.

raspi_am_beamer

Es hat geklappt! (Das Bild ist recht kontrastarm, da die Sonne stark schien.) Verbunden sind Beamer und Raspi mit einem Adapter von VicTsing, den es für ca. 10 Euro zu kaufen gibt. Zusätzlich wird noch ein 5V-Netzteil benötigt, das den Adapter mit Strom versorgt. Ohne diesem wird kein Bild des Raspis übertragen!

Vorerst werde ich aber den alten und unerträglich lauten Windos-Rechner nicht entsorgen. Auch wenn ich nur die wenigsten Funktionen der Smartboard-Software nutze, gibt es dafür leider noch keine gute und frei erhältliche Alternative für einen Raspberry Pi. Die Software Whyteboard, die ich ausprobiert habe, ist leider noch sehr fehlerfhaft. Schade, dass sowohl die Linux-Version der Smartboard-Software, als auch das freie Open Sankore nicht für die ARM-CPUs angepasst sind.

Sollte jemand eine funktionierende Whiteboard-Software für Raspbian kennen, bitte ich um einen Hinweis in den Kommentaren.

Contentfilter für die Schule

Bei uns in der Schule dürfen die Kinder den PC-Raum jederzeit für eigene Texte oder zur „Recherche“ nutzen. Dazu können sie sich auch allein im PC-Raum aufhalten. Wir haben glücklicherweise bislang an der Schule noch nicht die Erfahrung machen müssen, dass Kinder dies dazu genutzt hätten, um sich „anstößige“ Inhalte gegenseitig vorzuführen.

Vor einigen Jahren sprach ich mit der Schulleiterin darüber, dass wir für den PC-Raum einen Contentfilter einrichten sollten. Das Für und Wider von Filtern möchte hier nicht thematisieren. Nachdem wir uns einig waren, begann ich vor etwa drei Jahren nach und nach eine Liste mit gesperrten Domains in der Fritzbox anzulegen. Einige Zeit später ergänzte ich die Liste mit dem Safe Search Filter von Google, was aber immer noch sehr viele Lücken offen ließ. Vor etwa ein bis zwei Jahren richtete ich bei Cisco auf openDNS ein Konto ein, um über deren alternativen Nameserver die dort angebotenen Filtermöglichkeiten zu nutzen.

Resultat: Alle bisherigen Filterversuche erwiesen sich kurz- und mittelfristig als äußerst unbefriedigend, weil die Filter zu schwach oder zu ungenau waren. Zusätzlich lag es mir im Magen, einen DNS zu nutzen, der nicht auf deutschem Boden steht.

Vor einiger Zeit nun habe ich auf dem Server im PC-Raum – ein kleiner Odroid C1 – einen professionellen Contentfilter auf Basis eines Proxy-Servers eingerichtet. Die Vorgehensweise beschreibe ich im weiteren Verlauf.

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