Erkenntnisse der Hirnforschung

Wenn sich jedes Jahr die ca. 30.000 Mit­glie­der der neu­ro­wis­sen­schaft­li­chen Gesell­schaft zum Kon­gress tref­fen, wer­den unter ande­rem aktu­el­le Erkennt­nis­se vor­ge­stellt, die im zurück­lie­gen­den Jahr gewon­nen wur­den. Im Fol­gen­den ein paar Erkennt­nis­se der letz­ten 20 Jah­re, die auch für Schu­le von Bedeu­tung sind:

  1. In jedem Gehirn von Jung bis Alt wach­sen immer Ner­ven­zel­len. Die alt­her­ge­brach­te Mei­nung ist hin­ge­gen, dass das Gehirn mit zuneh­men­den Alter qua­si den „Hirn­tod auf Raten” erlebt.
  2. Die neu­en Ner­ven­zel­len ler­nen bes­ser als die alten.
  3. Wenn man joggt, wach­sen Extra-Ner­ven­zel­len nach. Das heißt, der Sport­un­ter­richt erzeugt die Hard­ware (= neue Ner­ven­zel­len), die mit Soft­ware (= Lern­in­hal­te) gefüllt wer­den kann. Des­we­gen müss­te es eigent­lich jeden Tag Sport­un­ter­richt geben! Oder anders aus­ge­drückt: Kin­der, die nicht täg­lich vor Anstren­gung schwit­zen, nut­zen ihre Poten­zia­le nicht aus.
  4. „Erkennt­nis­se der Hirn­for­schung” wei­ter­le­sen

Schulen, die gelingen

Eine der inter­es­sen­tas­ten Aus­sa­gen im Video fin­det sich ganz am Ende von Prof. Dr. Jür­gen Baum­ert am Max-Planck-Insti­tuts für Bil­dungs­for­schung in Ber­lin:

Drei Wochen Trai­ning in einer Situa­ti­on 2 Stun­den täg­lich, hat Effek­te, die etwa ver­gleich­bar sind, wenn ich es ganz vor­sich­tig aus­drü­cke, fast dem Zuwachs eines Schul­jah­res ohne Trai­ning. Und das ist alles ande­re als ein tri­via­ler Effekt.”

„Schu­len, die gelin­gen” wei­ter­le­sen

Die ideale Schule

Die aktu­el­le Aus­ga­be (Novem­ber 2009) der Zeit­schrift GEO Wis­sen wid­met sich dem The­ma: „Die idea­le Schu­le – Was Jun­gen und Mäd­chen opti­mal för­dert”

Ich habe sie mir ges­tern gekauft und die ers­ten Sei­ten bereits mit gro­ßem Inter­es­se gele­sen. Beson­ders fas­zi­niert hat mich der Arti­kel „Schu­le ohne Zen­su­ren – kann das funk­tio­nie­ren? Leis­tung lässt sich auch anders bewer­ten als mit Noten”. Es soll­te doch zu den­ken geben, dass die­ses The­ma im Rah­men von „Die idea­le Schu­le” erscheint.

Lesens­wert ist auch das Inter­view mit dem Hirn­for­scher auf Sei­te 28 bis 31: „Wie das Ler­nen gelingt…” Eine der wich­tigs­ten Aus­sa­gen in die­sem Inter­view, die man wohl nicht oft genug wie­der­ho­len kann:

Für grö­ße­ren Lern­er­folg hilft nicht mehr büf­feln, son­dern mehr Bewe­gung! Denn durch Bewe­gung wer­den Sub­stan­zen aus­ge­schüt­tet, die für die Gehirn­rei­fung wich­tig sind.”

sie­he auch: Was trai­niert das Gehirn am bes­ten?

Es bleibt zu hof­fen, dass die in den letz­ten Jah­ren gewon­nen wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­se über Ler­nen und die Funk­ti­ons­wei­se des Gehirns, in mög­lichst vie­len Köp­fen ankom­men wer­den. Geo Wis­sen trägt mit die­ser Aus­ga­be sei­nen Bei­trag dazu bei.

Die Zeit­schrift kos­tet 8,50 Euro, recht viel, aber es lohnt sich.

Normierter Rechtschreibtest

Vor den Herbst­fe­ri­en schrie­ben die Kin­der einen stan­dar­di­sier­ten Recht­schreib­test. Es war im Prin­zip ein Lücken­dik­tat, d.h. die Kin­der schrie­ben in die Lücken die Wör­ter, die ich ihnen dik­tiert hat­te. Bsp.: „Peter malt einen ______. (dik­tiert: Strauch)” Es muss­ten 15 Wör­ter in 10 Minu­ten ein­ge­tra­gen wer­den. Anschlie­ßend schrie­ben die Kin­der 15 selbst aus­ge­dach­te Wör­ter oder eine klei­ne Geschich­te.

Ergeb­nis­se: Beim Lücken­dik­tat erreich­te die Klas­se einen Schnitt von 11,7 rich­ti­gen Wör­tern. Der dem Test zugrun­de­lie­gen­de Schnitt liegt bei 9 bis 11. Das Ergeb­nis der 2a liegt also leicht ober­halb des geeich­ten Durch­schnitts. Viel erfreu­li­cher als der hohe Durch­schnitts­wert ist aber fol­gen­des Ergeb­nis:

„Nor­mier­ter Recht­schreib­test” wei­ter­le­sen