Hausaufgaben in Klasse 2/3

Im Arti­kel Haus­auf­ga­ben habe ich erläu­tert, wel­cher Art Haus­auf­ga­ben in einem offe­nen (geöff­ne­ten) Unter­richt sein könn­ten. In die­sem Arti­kel stel­le ich kon­kre­te Auf­ga­ben (über­wie­gend) auf dem Hin­ter­grund indi­vi­dua­li­siert auto­ma­ti­sier­ten Übens vor. Die Auf­ga­ben habe ich bereits schon in Klas­se 2 ein­ge­setzt und wer­de ich zum Teil jetzt in Klas­se 3 an die Kin­der rei­chen.

Immer eine Auf­ga­ben­samm­lung für Mathe und Deutsch (sie­he unten im voll­stän­di­gen Arti­kel) schrei­be ich auf die Vor­der- und Rück­sei­te eines Blat­tes. Anschlie­ßend num­me­rie­re ich die Auf­ga­ben auf bei­den Sei­ten jeweils von 2 bis 12 durch. Nun kön­nen sich die Kin­der mit einem bzw. zwei Wür­feln ihre Haus­auf­ga­be erwür­feln, wenigs­tens eine in Deutsch und eine in Mathe. Kin­der, die alle Auf­ga­ben bear­bei­tet haben, kön­nen noch mal von vor­ne begin­nen oder sich ein neu­es Blatt mit Auf­ga­ben abho­len.

Die­se Samm­lung von geöff­ne­ten Haus­auf­ga­ben wird regel­mä­ßig ergänzt.

„Haus­auf­ga­ben in Klas­se 2/3” wei­ter­le­sen

Eine Bildungsrevolution wagen

Ein Vor­trag auf der TED-Kon­fe­renz im Früh­jahr 2010 von Sir Ken Robin­son, eine inhalt­li­che Fort­füh­rung des Arti­kels Ler­nen quo vadis? und die logi­sche Fort­set­zung des Vor­tra­ges Ersti­cken Schu­len die Krea­ti­vi­tät von Kin­dern? aus dem Jahr 2006.

Wesent­li­che teils ver­kürz­te Aus­zü­ge aus dem Vor­trag:

Al Gore sag­te auf der TED-Kon­fe­renz im Jahr 2006, dass es eine gro­ße Kli­ma­kri­se gäbe. Ich den­ke, dass es noch eine zwei­te Kli­ma­kri­se gibt, die eben­so ernst ist. Aber dies ist eine Kri­se nicht der natür­li­chen Roh­stof­fe, son­dern eine Kri­se des „Roh­stoffs Mensch”. Ich bin mitt­ler­wei­le fest davon über­zeugt, dass die meis­ten Men­schen ihre Talen­te kaum ein­set­zen. Sehr vie­le Men­schen ver­brin­gen ihr gan­zes Leben ohne eine Vor­stel­lung davon, wel­che Talen­te sie über­haupt besit­zen oder ob sie irgend­wel­che nen­nens­wer­ten Talen­te ver­fü­gen. Ich tref­fe vie­ler­lei Men­schen, die glau­ben, es gäbe nichts, was sie beson­ders gut könn­ten. Ich begeg­ne Men­schen, die kei­ne Freu­de an dem haben, was sie tun. Sie leben ihr Leben ein­fach vor sich hin. Sie haben kei­ne Freu­de an dem, was sie tun. Sie hal­ten das Leben qua­si aus, anstatt es zu genie­ßen und so war­ten sie jede Woche aufs Neue auf das Wochen­en­de.

„Eine Bil­dungs­re­vo­lu­ti­on wagen” wei­ter­le­sen

Lernen quo vadis? (II)

Der indi­sche Lern­for­scher Suga­ta Mitra prä­sen­tiert in einem Vor­trag auf der TED-Kon­fe­renz im Juli 2010 zukunfts­wei­sen­de For­schungs­er­geb­nis­se zum selbst­or­ga­ni­sier­ten Ler­nen von Kin­dern.

Bit­te kli­cken Sie im Video auf VIEW SUBTITLES und dann auf GERMAN, um einen deut­schen Unter­ti­tel ein­zu­blen­den.

Edu­ca­ti­on is a self orga­ni­zing sys­tem, whe­re learning is an emer­gent phe­no­me­non.”

Ein aus­führ­li­cher und hoch­in­ter­es­san­ter Arti­kel fin­det sich bei Lisa Rosa mit dem Titel Ler­nen ist ein selbst­or­ga­ni­sie­ren­des Sys­tem (unter­halb des Arti­kels unbe­dingt auch die Kom­men­ta­re lesen und viel­leicht selbst was dazu schrei­ben). Wel­che Rol­le hat über­haupt noch der Leh­rer in einem der­ar­ti­gen, offen­sicht­lich hoch effek­ti­ven Lern­set­ting, das auch ohne Leh­rer funk­tio­niert? (sie­he u.a. die Kom­men­ta­re zu Lisa Rosas Arti­kel)

Auch Karheinz Pape ver­weist im Arti­kel Edu­ca­ti­on ist ein selbst­or­ga­ni­sie­ren­des Sys­tem auf den Vor­trag von Mitra und stellt die Fra­ge: „Wenn Ler­nen so wenig Anlei­tung braucht, dann müs­sen wir uns natür­lich fra­gen, war­um wir uns so viel Mühe geben, mit dem sys­te­ma­ti­schen Aus­ar­bei­ten zum Bei­spiel von Trai­nings-Maß­nah­men.”

Wei­te­re Vide­os von Mitra kön­nen auf der Web­sei­te von TED ange­se­hen wer­den.