Roboter – bitte übernehmen!

Indus­trie 4.0 liegt als Schlag­wort seit eini­gen Jah­ren im Raum. Die Ver­än­de­run­gen in Form von Algo­rith­men und Tech­nik wer­den unse­re Gesell­schaft so sehr ver­än­dern, wie die Erfin­dung und Mas­sen­pro­duk­ti­on des Auto­mo­bils vor ca. 100 Jah­ren. Was aber damals zu einem Beschäf­ti­gungs­boom führ­te, wird durch die Auto­ma­ti­sie­rung zu Mil­lio­nen von Arbeits­lo­sen füh­ren. Bereits heu­te ist auch für Aka­de­mi­ker nicht mehr wie vor 30 oder 40 Jah­ren gesi­chert, dass sie nach dem Stu­di­um auto­ma­tisch eine gute Anstel­lung fin­den wer­den. Vie­le Beru­fe von heu­te wer­den ein­fach ver­schwin­den, weil sie bil­li­ger von Robo­tern über­nom­men wer­den kön­nen. Es wer­den aber auch neue Beru­fe ent­ste­hen.

Wie geht Schu­le auf all die­se Ver­än­de­run­gen in Deutsch­land dar­auf ein? Schafft sie es, sich auf die­sen dis­rup­ti­ven Wan­del ein­zu­stel­len? Wel­chen Typ Schü­ler benö­ti­gen wir dann noch? Die stil­len, ange­pass­ten Kin­der, die ein­fach flei­ßig und ohne dem Leh­rer zu wider­spre­chen, ihre Auf­ga­ben abar­bei­ten mit dem Ziel, eine gute Note zu erhal­ten? Was wäre, wenn gute Noten als Ein­tritts­kar­te zu höhe­rer Bil­dung nicht mehr gebraucht wer­den, weil Algo­rith­men über aus­ge­feil­te und auto­ma­ti­sier­te Ein­gangs­tests viel bes­ser pro­gnos­ti­zie­ren kön­nen, ob und wie ein Mensch einen Aus­bil­dungs­be­ruf been­den wird?

Gibt es den Men­schen 4.0?

Klaus Zierer über die Hattie-Studie

Zie­rer, ehe­ma­li­ger Grund­schul­leh­rer und mitt­ler­wei­le Pro­fes­sor an der Uni­ver­si­tät Augs­burg, geht in die­sem Vor­trag auf ein paar Mythen der Schul­päd­ago­gik ein. Dabei bezieht er sich auf die inter­na­tio­na­le Stu­die von John Hat­tie:

Mythos I: Struk­tu­ren
Mythos II: Metho­den
Mythos III: Medi­en

Zie­rer sieht in der „päd­ago­gi­schen Exper­ti­se” der Leh­rer DIE ent­schei­den­de Quel­le für bes­se­re Schul­leis­tun­gen bei den Schü­lern. Mit päd­ago­gi­scher Exper­ti­se ist nicht Erfah­rung gemeint! Mehr dazu im Vor­trag oben…

Das Märchen von der Bildungsrepublik

Lei­der wur­de das hier ver­link­te Video bei You­tube ent­fernt. Alter­na­tiv fin­den Sie es jetzt hier: Über die Leh­rer

Für die etwas jün­ge­ren Leser die­ser Sei­te: Der von Sie­ber zitier­te Carl Fried­rich von Weiz­sä­cker war der älte­re Bru­der des ehe­ma­li­gen dt. Bun­des­prä­si­den­ten Richard von Weiz­sä­cker.

Das deut­sche Volk ist abso­lut obrig­keits­hö­rig, des Den­kens ent­wöhnt, ein typi­scher Befehls­emp­fän­ger, ein Held vor dem Feind, aber ein tota­ler Man­gel an Zivil­cou­ra­ge!C. F. von Weiz­sä­cker, in: Der bedroh­te Frie­de, 1983

Was Elternsprecher beschäftigt

Beim Blät­tern durch die Ber­li­ner Zei­tung Online stieß ich auf einen köst­li­chen Bericht eines Eltern­spre­chers:

Vor eini­ger Zeit schrieb ich dar­über, wie ich mich in einem Moment gro­ßer emo­tio­na­ler Ver­wir­rung dazu bereit erklärt hat­te, Eltern­spre­cher in der Klas­se mei­ner Toch­ter Anais zu wer­den. Es geschah wäh­rend eines tur­nus­mä­ßi­gen Eltern­abends, und ich weiß bis heu­te nicht, was da mit mir pas­siert ist. Woll­te ich der Gesell­schaft einen Dienst erwei­sen? Oder hat­te ich irgend­was Fal­sches geges­sen?
Den voll­stän­di­gen Bericht gibt es unter: Leo & Gutsch – Was Eltern­spre­cher in Ber­lin beschäf­tigt