So ein Unfug!

Ich ärge­re mich!

Ich ärge­re mich gera­de über ver­geu­de­te Zeit, über Zeit-, Geld- und Res­sour­cen­ver­schwen­dung! Ich sit­ze in mei­ner Klas­se und habe Besuch. Ein jun­ger Stu­dent, der sich mit der Durch­füh­rung des Tests ein biss­chen Geld hin­zu­ver­dient. Es wird ein Test durch­ge­führt: der bun­des­wei­te Län­der­ver­gleich 2016 der Grund­schü­ler in Deutsch­land.

Wozu wer­den die­se Tests durch­ge­führt? Es soll über­prüft wer­den, ob die Bil­dungs­stan­dards ein­ge­hal­ten wer­den, so lau­tet das heh­re Ziel die­ser Unter­su­chung. Und des­halb wer­den die Ergeb­nis­se „schon”(!) 2017 ver­öf­fent­licht. Wow! Das nen­ne ich wirk­lich zeit­nah! So soll über­prüft wer­den, wie die Bil­dungs­stan­dards erreicht wer­den. Ja, und was wenn nicht? Und was wenn doch? Tja, dann schlägt man sich mit geschwol­le­ner Brust in den ent­spre­chen­den Berei­chen auf die Schul­tern und ruft: „Ich hab’ den Lä…!” 

Haben wir immer noch ein Erkennt­nis­pro­blem? Wir haben so vie­le Test­ergeb­nis­se aus den letz­ten Jah­ren vor­lie­gen. Wir wis­sen, wo die Pro­ble­me im Bil­dungs­sys­tem lie­gen. Wir wis­sen, dass der Bil­dungs­er­folg mit dem sozia­len Sta­tus der Eltern kor­re­liert. Wir wis­sen, dass man­che Leh­rer sich dar­über bekla­gen, dass die Rah­men­plä­ne zu wenig Vor­ga­ben machen und ande­re bekla­gen sich dar­über, dass sie zu vie­le Vor­ga­ben ent­hal­ten. Wir wis­sen, wir wis­sen, wir wis­sen… Wir wis­sen so viel. 

Wir haben kein Erkennt­nis­pro­blem durch empi­ri­sche Daten! Wir haben ein Umset­zungs­pro­blem und feh­len­de Taten! Bil­dungs­re­pu­blik Deutsch­land – das hät­te es laut Mer­kel sein sol­len, wo wir leben!

Ich ärge­re mich!

Leschs Bildungsmisere

Bit­te sprin­gen Sie an die Stel­le 23,02 min.

Prof. Dr. Harald Lesch, der im ZDF u.a. die Sen­dung Leschs Kos­mos mode­riert, stellt sei­ne Sicht der Din­ge auf das deut­sche Schul­sys­tem dar.

Hier­zu passt der sati­ri­sche Vor­trag von Georg Schramm zur Volks­ver­blö­dung bzw. der Bil­dungs­mi­se­re.

Sehr emp­feh­len möch­te ich hier auch den Kom­men­tar der Kol­le­gin Schä­fer: Mut zur Gelas­sen­heit

Pi and More

Am 11. Juni 2016 fin­det zum 9. Mal in Trier die gro­ße Ver­an­stal­tung „Pi and More” statt. In der Pro­gramm­schrift heißt es:

Das Pro­gramm ist geglie­dert in Work­shops und Vor­trä­ge sowie eine ganz­tä­gi­ge Pro­jekt­aus­stel­lung. Für die Work­shops ste­hen Raspber­ry Pis zum Aus­pro­bie­ren und Mit­ma­chen zur Ver­fü­gung … Der Ein­tritt ist – wie immer – kos­ten­los…

Ich wer­de um 14.30 Uhr in Hör­saal 11 einen Vor­trag hal­ten zum The­ma: Ein Raspber­ry Pi-Netz­werk für die Schu­le – Von der Idee bis zum fer­ti­gen Netz­werk.

Viel­leicht ler­ne ich dort den einen oder ande­ren inter­es­sier­ten Kol­le­gen ken­nen, der mit dem Gedan­ken spielt, Raspber­ry Pi-Com­pu­ter für die Schu­le anzu­schaf­fen. Ich wür­de mich sehr dar­über freu­en! Alle, die irgend­wie inhalt­lich an die­sem Tag ein­ge­bun­den sein wer­den, tra­gen ein Namens­schild, wie mir mit­ge­teilt wur­de. Man erkennt mich vor oder nach dem Vor­trag also auch dar­an – „Marek” steht bei mir.

Alle wei­te­ren Infor­ma­tio­nen zur Anfahrt, Ver­pfle­gung etc. auf der Web­sei­te: Pi and More

Nur ein Ordner und sonst nix

Als ich das ers­te Mal ein 1. Schul­jahr über­nahm, frag­te ich mich irgend­wann, was ich mir da eigent­lich mit all den Schnell­hef­tern für Deutsch, Mathe, Sach­un­ter­ri… antue. Denn wie viel Zeit geht ver­lo­ren bis alle Kin­der den rich­ti­gen Schnell­hef­ter gefun­den, etwas ein­ge­hef­tet und wie­der alles ein­ge­steckt haben?! Ver­un­si­chert dar­über, ob es nicht an den Kin­dern, son­dern an mir lie­gen könn­te, ver­si­cher­ten mir befreun­de­te Kol­le­gin­nen, dass auch bei ihnen locker 1/3 der Unter­richts­zeit allein für die­sen Pro­zess ver­geu­det wer­de.

Als das nächs­te 1. Schul­jahr anstand, ver­zich­te­te ich auf Schnell­hef­ter. Ich bat die Eltern ledig­lich dar­um, zum Abhef­ten von Papier einen gro­ßen DIN A4-Ord­ner anzu­schaf­fen – die­se gro­ßen mit dem Hebel. Dar­in hef­te­ten die Kin­der ein­fach chro­no­lo­gisch alles ab, wenn es Papier gab. Hand auf’s Herz: Wer guckt denn spä­ter noch in die alten Arbeits­blät­ter hin­ein?!

Falls mal ein Blatt – vor allem die Haus­auf­ga­ben­blät­ter – mit nach Hau­se muss­te, kam es ent­we­der in den ein­zi­gen Schnell­hef­ter oder aber in eine Klar­sicht­fo­lie (die, die so „halb offen” sind und die Blät­ter nur hin­ein gelegt wer­den müs­sen). In der Regel frei­tags hef­te­ten die Kin­der dann ein­fach alles in den gro­ßen Ord­ner ab. Fer­tig! So haben wir alle viel Zeit gespart.

Die Erfah­rung aus der Geschich­te: Es muss nicht alles gleich von Anfang gelernt wer­den. So man­ches wird in spä­te­ren Jahr­gän­gen sehr viel schnel­ler gelernt, wie z.B das Jon­glie­ren mit all den Schnell­hef­tern.