Was Elternsprecher beschäftigt

Beim Blät­tern durch die Ber­li­ner Zei­tung Online stieß ich auf einen köst­li­chen Bericht eines Eltern­spre­chers:

Vor eini­ger Zeit schrieb ich dar­über, wie ich mich in einem Moment gro­ßer emo­tio­na­ler Ver­wir­rung dazu bereit erklärt hat­te, Eltern­spre­cher in der Klas­se mei­ner Toch­ter Anais zu wer­den. Es geschah wäh­rend eines tur­nus­mä­ßi­gen Eltern­abends, und ich weiß bis heu­te nicht, was da mit mir pas­siert ist. Woll­te ich der Gesell­schaft einen Dienst erwei­sen? Oder hat­te ich irgend­was Fal­sches geges­sen?
Den voll­stän­di­gen Bericht gibt es unter: Leo & Gutsch – Was Eltern­spre­cher in Ber­lin beschäf­tigt

Nur ein Ordner und sonst nix

Als ich das ers­te Mal ein 1. Schul­jahr über­nahm, frag­te ich mich irgend­wann, was ich mir da eigent­lich mit all den Schnell­hef­tern für Deutsch, Mathe, Sach­un­ter­ri… antue. Denn wie viel Zeit geht ver­lo­ren bis alle Kin­der den rich­ti­gen Schnell­hef­ter gefun­den, etwas ein­ge­hef­tet und wie­der alles ein­ge­steckt haben?! Ver­un­si­chert dar­über, ob es nicht an den Kin­dern, son­dern an mir lie­gen könn­te, ver­si­cher­ten mir befreun­de­te Kol­le­gin­nen, dass auch bei ihnen locker 1/3 der Unter­richts­zeit allein für die­sen Pro­zess ver­geu­det wer­de.

Als das nächs­te 1. Schul­jahr anstand, ver­zich­te­te ich auf Schnell­hef­ter. Ich bat die Eltern ledig­lich dar­um, zum Abhef­ten von Papier einen gro­ßen DIN A4-Ord­ner anzu­schaf­fen – die­se gro­ßen mit dem Hebel. Dar­in hef­te­ten die Kin­der ein­fach chro­no­lo­gisch alles ab, wenn es Papier gab. Hand auf’s Herz: Wer guckt denn spä­ter noch in die alten Arbeits­blät­ter hin­ein?!

Falls mal ein Blatt – vor allem die Haus­auf­ga­ben­blät­ter – mit nach Hau­se muss­te, kam es ent­we­der in den ein­zi­gen Schnell­hef­ter oder aber in eine Klar­sicht­fo­lie (die, die so „halb offen” sind und die Blät­ter nur hin­ein gelegt wer­den müs­sen). In der Regel frei­tags hef­te­ten die Kin­der dann ein­fach alles in den gro­ßen Ord­ner ab. Fer­tig! So haben wir alle viel Zeit gespart.

Die Erfah­rung aus der Geschich­te: Es muss nicht alles gleich von Anfang gelernt wer­den. So man­ches wird in spä­te­ren Jahr­gän­gen sehr viel schnel­ler gelernt, wie z.B das Jon­glie­ren mit all den Schnell­hef­tern.

Gedanken zur Geometrie

Es war ein­mal ein Mäd­chen in einer 3. Klas­se, das nicht schla­fen konn­te. Sie fing an, über die Geo­me­trie nach­zu­den­ken. Ihre Gedan­ken schrieb sie dann am nächs­ten Tag in der Schu­le auf Papier.

Geo­me­trie ist wie Mathe­ma­tik. Nur in Geo­me­trie benutzt man kei­ne Plus-, Minus-, Mal- oder Geteil­tei­chen, son­dern For­men. Geo­me­trie das sind Qua­dra­te, Drei­ecke und sons­ti­ges. Zah­len sind auch Geo­me­trie. For­men kön­nen dick und dünn sein. Es gibt For­men, die haben sogar unend­lich vie­le Ecken, zum Bei­spiel der Kreis. Als ers­tes waren da super vie­le Ecken und danach wur­den sie abge­run­det. Spie­ge­lun­gen gehö­ren auch zur Geo­me­trie. Erklä­rung der Spie­ge­lung: In einer Spie­ge­lung steckt eine Ach­se in der Mit­te und außen ist ein fan­ta­sie­vol­les Mus­ter.

Auf dem Weg zum ergonomischen Klassenraum

Im letz­ten Jahr nahm ich an einer Fort­bil­dung der Unfall­kas­se Rhein­land-Pfalz teil, bei der es um die Gestal­tung ergo­no­mi­scher Klas­sen­zim­mer ging. Die wesent­li­chen The­men waren:

  • Laut­stär­ke und akus­ti­sche Däm­mung
  • Luft­qua­li­tät und Abluft­mög­lich­kei­ten
  • rich­ti­ge Tische und Stüh­le für Kin­der
  • Bewe­gung im Klas­sen­raum / Ein­satz von Medi­en

„Auf dem Weg zum ergo­no­mi­schen Klas­sen­raum” wei­ter­le­sen