Kommunikative Sprachspiele

Sprach­spie­le gehö­ren zu einem leben­di­gen Sprach­un­ter­richt dazu. Im Fol­gen­den eine klei­ne Aus­wahl an ein­fa­chen Sprach­spie­len mit einem eher kom­mu­ni­ka­ti­ven Ziel­as­pekt:

Wer bin ich?

geziel­tes Nach­fra­gen üben

Bild­dik­tat

Mate­ri­al: Fotos, Post­kar­ten, etc. Ein Schü­ler zieht ein Motiv und dik­tiert den Ande­ren oder dem Part­ner, was zu malen ist. Ziel: ver­ständ­lich und sach­ge­recht spre­chen, genau zuhö­ren

Ket­ten­er­zäh­lung

Idee: „Die Geschich­te des Tages” mit Kin­dern im Stuhl­kreis ent­wi­ckeln; auch mit Gegen­stän­den, Moti­ven als Hil­fe. Ziel: ver­ste­hend zuhö­ren, ver­ständ­lich erzäh­len, auf­ein­an­der ein­ge­hen

Part­ner-Inter­view

In PA gegen­sei­tig 5–10 Fra­gen zu einem The­ma stel­len und genau beant­wor­ten; ggfs. Fra­gen für schwä­che­re Schü­ler vor­be­rei­ten, auch bei Ein­stieg in eine neue Unter­richts­ein­heit mög­lich, um das Vor­wis­sen abzu­fra­gen

Oder-Fra­gen

Zu einem Motiv Fra­gen stel­len: „Hat das Kind rote oder blaue Schu­he?” Ziel: Satz­mus­ter ein­üben (Wich­tig beim Ant­wor­ten: Die Fra­ge in der Ant­wort ein­be­zie­hen „Das Kind hat rote Schu­he.”), sinn­voll fra­gen

Mei­nung äußern

Zu belie­bi­gen The­men mög­lich; vor­ge­ge­be­ne Satz­mus­ter: „Mei­ner Mei­nung nach…, Ich den­ke…, Ich fin­de…” Am Schluss fragt das Kind: „Und du, Moni­ka?” Moni­ka ist dann das nächs­te Kind. Zie­le: Mei­nun­gen mit­tei­len und zuhö­ren

Weil-Begrün­dungs­sät­ze

Satz­mus­ter vor­ge­ben: „Ich möch­te ger­ne ans Meer fah­ren, weil es dort Del­fi­ne gibt. Und du, Moni­ka?” Ent­we­der neu­en Satz spre­chen und/oder zunächst den vor­an­ge­gan­gen wie­der­ho­len las­sen! (Dif­fe­ren­zie­rung) Ziel: sei­ne Mei­nung äußern, genau zuhö­ren

War­um-Übung

Ein kom­ple­xes Bild (Pla­kat) mit meh­re­ren Sze­nen beschrei­ben. In PA beschreibt der Eine, wäh­rend der Ande­re stän­dig nach den Grün­den fragt (Grün­de-Sucher). Bei­spiel: Kind A) Der Jun­ge bin­det sich die Schhnür­sen­kel. Kind B) War­um bin­det er sich die Schnür­sen­kel? Wich­tig: Die Ant­wor­ten bezie­hen die Fra­gen mit ein, d.h. die Ant­wor­ten begin­nen nicht mit „Weil…” (Sat­zu­struk­tu­ren vor­ge­ben!) Zie­le: sach­ge­recht und ver­ständ­lich erzäh­len, Fra­gen erken­nen und stel­len

Pan­to­mi­me

Nomen oder Ver­ben vor­spie­len und erra­ten

Nur kei­ne Voka­le

Es wird ein Kreis gebil­det und ein Kind kommt in die Mit­te. Die­ses Kind fragt jeman­den: „Wohin soll ich rei­sen, nur nicht nach A!” (Für „A” kann es auch die ande­ren Voka­le ein­set­zen.) Ant­wor­tet das Kind: „Nach Schwe­den!”, bleibt das Kind in der Mit­te, weil „falsch” geant­wor­tet wur­de. Denn es kommt in der Ant­wort das A vor.

Das Kind darf jetzt noch eine ande­re Fra­ge stel­len, z.B. „Ich habe Hun­ger. Was soll ich essen? Ich mag alles, nur kein O.” Das Kind erhält zur Ant­wort : „Iss am bes­ten Piz­za.” In der Ant­wort kommt kein O vor und die Kin­der tau­schen die Plät­ze. Jetzt stellt die­ses Kind den Ande­ren eine Fra­ge.

Spät­zün­der

Ein Kind stellt im Sitz­kreis Fra­gen. Die Fra­ge darf aber nicht beant­wor­tet wer­den. Viel­mehr muss die vor­an­ge­gan­ge­ne Fra­ge beant­wor­tet wer­den! Daher ist die ers­te Ant­wort stets „Ich weiß nicht.” Bei gestei­ger­tem Tem­po wird es immer schwe­rer.

Fra­ge: „Wie heißt du?” Kind 1: „Ich weiß nicht.”
Fra­ge: „Wie groß bist du?” Kind 2: „Ich hei­ße Mar­tin.”
Fra­ge: „Was ist dei­ne Lieb­lings­far­be?” 3. Kind: „Ich bin 1,32m groß.”

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