Vorlage für Dienes-Material

Unten habe ich eine Datei ange­hängt, mit der inter­es­sier­te Eltern und Kol­le­gin­nen den Kin­dern eige­nes Die­nes-Mate­ri­al erstel­len kön­nen. Geeig­net ist das Mate­ri­al für den Zah­len­raum bis 100.

Wich­ti­ge Hin­wei­se dazu, wie das Mate­ri­al ein­ge­setzt wird, gibt das Rechen­in­sti­tut zur För­de­rung mathe­ma­ti­schen Den­kens von Dr. Micha­el Gai­do­schik aus Öster­reich. Ergän­zend soll­ten auch die Anmer­kun­gen zum Anschau­ungs­ma­te­ri­al gele­sen wer­den. Ich rate drin­gend davor ab, das hier ange­bo­te­ne Mate­ri­al ein­zu­set­zen, wenn man nicht zuvor die­se bei­den Arti­kel gele­sen hat!

Ech­tes Die­nes-Mate­ri­al in Form von klei­nen Wür­fel­chen und Wür­fel-Stan­gen aus Plas­tik oder Holz ist bei diver­sen Händ­lern auch käuf­li­ch zu erwer­ben.

Down­load: Vor­la­ge für Die­nes-Mate­ri­al bis 100

Rechnen in Klasse 2

Gemäß den alten Lehr­plä­nen für Mathe­ma­tik wur­de mit Kin­dern im 2. Schul­jahr im Zah­len­raum bis 100 gerech­net. Obwohl uns die neu­en Rah­men­plä­ne ange­sichts der zum Teil enor­men Leis­tungs­un­ter­schie­de in den Klas­sen mehr Spiel­raum zuge­ste­hen, hal­ten vor allem die Schul­buch­ver­la­ge an der Tra­di­ti­on mit den Zah­len­räu­men fest:

Klas­se 1: Zah­len­raum bis 20
Klas­se 2: Zah­len­raum bis 100
Klas­se 3: Zah­len­raum bis 1000
Klas­se 4: Zah­len­raum bis 1.000.000

Die­se Woche nahm ich an der 48. Jah­res­ta­gung der Gesell­schaft für Didak­tik der Mathe­ma­tik (GDM) teil, wo u.a. kri­ti­siert wur­de, dass in Schu­len an die­sen Zah­len­räu­men fest­ge­hal­ten wer­de. Erfah­run­gen vor allem aus der Dys­kal­ku­lie-The­ra­pie in Öster­reich sprä­chen für eine Öff­nung der Zah­len­räu­me. Die Mathe­ma­ti­ker sind hier ganz offen­bar der Schul­rea­li­tät um eini­ge Jah­re vor­aus. Wenn ich mir „mei­ne” Klas­se anse­he, befür­wor­te ich es, wenn wir auf die für die Kin­der künst­li­ch erschaf­fe­nen Zah­len­räu­me ver­zich­ten wür­den. So habe ich in der der­zeit 2. Klas­se meh­re­re Kin­der, die pro­blem­los wie Dritt- und Viert­kläss­ler rech­nen, aber auch Kin­der, die bei einer Auf­ga­be wie 11–9 trotz inten­si­ver Unter­stüt­zung in Schu­le und zu Hau­se noch „nach­den­ken” müs­sen.

„Rech­nen in Klas­se 2” wei­ter­le­sen

Blitzrechnen

Das Erler­nen grund­le­gen­der Rechen­tech­ni­ken lässt sich grob in zwei Pha­sen glie­dern:

  1. das Begrei­fen, Erken­nen, Ver­ste­hen und eigen­stän­di­ges Erklä­ren von arith­me­ti­schen Zusam­men­hän­gen
  2. das Auto­ma­ti­sie­ren eben die­ser Zusam­men­hän­ge

Die ers­te Pha­se ist gekenn­zeich­net durch den Auf­bau von Grund­vor­stel­lun­gen zu Zah­len, Ope­ra­tio­nen und Stra­te­gi­en. Ist hier das Fun­da­ment gelegt, ver­la­gert sich der Lern­schwer­punkt. Es kann nun geübt wer­den, um die­ses Fun­da­ment zu fes­ti­gen (Auto­ma­ti­sie­rung).

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