Wie lange darf ein Kind fernsehen?

Ent­schei­den­der als die Zeit­dau­er, die ein Kind vor dem Fern­se­her ver­bringt, ist die Fra­ge, was Ihr Kind sich ansieht. Eltern und ganz beson­ders jun­ge Kin­der soll­ten über das Gese­he­ne mit­ein­an­der reden, denn die Kin­der dür­fen mit den Ein­drü­cken nicht allei­ne blei­ben. Das bedeu­tet, dass Eltern und Kin­der gemein­sam fern­se­hen. Der Fern­se­her und die Spie­le­kon­so­le sind kein „Kin­der-Park­platz” und nicht dafür gebaut, um gestress­te Eltern zu ent­las­ten!

Jede Fami­lie soll­te sich dar­um bemü­hen, eine eige­ne Lösung zu fin­den, wie sie mit dem Fern­seh­kon­sum umge­hen. Hilf­reich ist es even­tu­ell sich mit ande­ren Eltern zu bera­ten und aus­zu­tau­schen. Es gibt hier kei­ne Rezep­te! Aber jede Minu­te vor dem Fern­se­her kann eine ver­pass­te Chan­ce sein, um sich im Frei­en zu bewe­gen, mit Freun­den zu spie­len und manch­mal auch zu strei­ten und das „unmit­tel­ba­re Leben” zu spü­ren. Auch im eige­nen Zim­mer zu sein, sich still und allei­ne einer Auf­ga­be zu wid­men, auch Lan­ge­wei­le aus­zu­hal­ten, sind wich­ti­ge Erfah­run­gen in der Ent­wick­lung. Die­se Erfah­run­gen sind für Kin­der im Grund­schul­al­ter viel wert­vol­ler als Kon­so­len­spie­le oder Fern­seh-Seri­en jemals sein könn­ten.

Wenn Sie jetzt immer noch nach kon­kre­ten Rezep­ten sind, wie bei Tüten­sup­pen, dann fin­den Sie einen Vor­schlag auf der Sei­te 4 im Fly­er „Fern­se­hen” der Initia­ti­ve Schau hin!

Spielekonsolen und Fernsehen senken die Schulleistungen

Das Kri­mi­no­lo­gi­sches For­schungs­in­sti­tut Nie­der­sach­sen (KFN) zeigt in sei­ner Stu­die an etwa 20.000 Schü­lern auf, dass Fern­seh­kon­sum und schlech­te Noten mit­ein­an­der zusam­men­hän­gen.

Eine der wich­tigs­ten Erkennt­nis­se ist, dass die Ursa­che für die zuneh­mend schwä­che­ren Leis­tun­gen der Jun­gen auf über­mä­ßi­gen Medi­en­kon­sum zurück­zu­füh­ren sind. Mäd­chen in den vier­ten Klas­sen haben im Ver­gleich zu den Jun­gen sel­te­ner einen Fern­se­her in ihren Zim­mern. Deut­li­cher wird der Unter­schied noch bei Spie­le­kon­so­len. Aller­dings zeigt die Stu­die auch, dass das Bil­dungs­ni­veau der Eltern über die Aus­stat­tung der Kin­der­zim­mer ent­schei­det: Je nied­ri­ger das Bil­dungs­ni­veau, des­to eher haben die Kin­der einen eige­nen Fern­se­her. Kin­der ohne eige­nen Fern­se­her sehen durch­schnitt­lich 70 Minu­ten am Tag, wohin­ge­gen Kin­der mit eige­nem Fern­se­her mehr als dop­pelt so viel fern­se­hen. Dies gilt auch für die Spie­le­kon­so­le.

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