Lesekompetenz – was hilft?

Lesen übt man durch Lesen. So weit sind sich wohl alle einig. Aber wie soll­te das Lesen geübt wer­den, damit es sich auf die Lese­flüs­sig­keit aus­wirkt?

In einer Inter­ven­ti­ons­stu­die mit 6. Kläss­lern wur­den hier­zu die bei­den Metho­den Laut­le­se-Tan­dem und das Viel­le­sen mit­ein­an­der ver­gli­chen. Es stell­te sich her­aus, dass das Lesen weni­ger dadurch ver­bes­sert wird, dass schwä­che­re Leser für sich „viel” lesen, son­dern wenn sie sich mit guten Lesern zu einem sog. Lese-Tan­dem zusam­men­schlie­ßen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Lese-Tan­dems im Arti­kel: Wenn das Lesen noch immer stockt

Prä­sen­ta­ti­on: Lese­flüs­sig­keit för­dern

Kriterien für das Vorlesen

Lese­tech­nik

  • deut­li­che Aus­spra­che / Satz­me­lo­die
  • sinn­ge­mä­ße Beto­nung (z.B. Satz­en­de, wört­li­che Rede)
  • ange­mes­se­nes Lese­tem­po

Text-/Le­se­ver­ständ­nis (fakul­ta­tiv)

  • Kann das Kind Rück­fra­gen zum ein­ge­üb­ten Text beant­wor­ten?
  • Kann es den Zuhö­rern W-Fra­gen zum ein­ge­üb­ten Text stel­len?

Sinn­voll kann es sein, die Schü­ler auch einen unbe­kann­ten und unvor­be­rei­te­ten Text vor­le­sen zu las­sen, viel­leicht vor­her noch ein­mal still durch­le­sen las­sen. Hier wür­de ich aber nur noch die Lese­tech­nik bewer­ten, da man als Vor­le­ser mehr mit der kor­rek­ten Gestal­tung des Tex­tes beschäf­tigt ist und sich weni­ger auf den Inhalt kon­zen­triert. Das kann jeder Erwach­se­ne ein­mal selbst aus­pro­bie­ren, indem man jeman­dem Ande­ren einen unbe­kann­ten län­ge­ren (Erzähl-)Text tech­nisch kor­rekt vor­liest.

„Kri­te­ri­en für das Vor­le­sen” wei­ter­le­sen