Top 10 der Arbeitshaltung

Aus den zurück­lie­gen­den fast drei Schul­jah­ren habe ich in der Lis­te die wesent­li­chen Punk­te zusam­men­ge­tra­gen, die mir in die­ser Zeit beson­ders wich­tig waren, um so etwas wie eine „posi­ti­ve Arbeits­hal­tung” auf­zu­bau­en. Obgleich die Lis­te zehn Punk­te lang ist, soll­te sie nicht dazu füh­ren, sie wie die 10 Gebo­te zu betrach­ten, an denen man sich als Leh­rer zwang­haft ver­beißt. Denn Ruhe und Gelas­sen­heit im Umgang mit Kind und Eltern sind essen­ti­ell, um die hier genann­ten Punk­te mit der nöti­gen Beharr­lich­keit und manch­mal auch Groß­zü­gig­keit lang­fris­tig umzu­set­zen.

  • Hef­te und Stif­te sind immer im Schul­ran­zen dabei.
  • In die Hef­te schrei­be ich leser­li­ch und ordent­li­ch.
  • Haus­auf­ga­ben mache ich regel­mä­ßig.
  • Arbei­ten, die ich anfan­ge, brin­ge ich zu Ende. Schwie­ri­ges bre­che ich nach Abspra­che ab.
  • Ich hole mir Hil­fe, wenn ich sie brau­che.
  • Ich muss mei­ne Stär­ken und Schwä­chen ken­nen.
  • Ich arbei­te an mei­nen Stär­ken.
  • Ich ver­ges­se mei­ne Schwä­chen nicht und möch­te an ihnen arbei­ten.
  • Ich kann über mei­ne Feh­ler auch lachen.
  • Ich lade ande­re Kin­der ein, mit mir zu ler­nen.
Down­load: Top 10

Wel­che Punk­te könn­ten son­st noch berück­sich­tigt wer­den, wenn es um den lang­fris­ti­gen(!) Erwerb von Arbeits­hal­tung geht? Auf wel­che Aspek­te legen ande­re Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen wert?

Zu guter Letzt sei noch auf einen über­aus lesens­wer­ten Arti­kel von Prof. Gun­ter Dueck ver­wie­sen: Der Ober­schicht-Code oder über die (wahr­schein­li­chen) Grün­de für die höhe­ren Abschlüs­se von Kin­dern aus der Ober­schicht.

Faktoren von Schulerfolg II

Die aktu­el­le Zwil­lings­for­schung von Prof. Dr. Frank M. Spi­n­a­th (Uni­ver­si­tät Saar­brü­cken) bringt in Längs­schnitt­stu­di­en in über 250 teil­neh­men­den Fami­li­en neue Erkennt­nis­se über den Schul­er­folg von Kin­dern zu Tage.

Die wich­tigs­ten Ein­flüs­se auf den Schul­er­folg sind Intel­li­genz, Moti­va­ti­on und der Freun­des­kreis des Kin­des. Spi­n­a­th kommt zu dem Ergeb­nis, dass die Intel­li­genz und das Arbeits­ge­dächt­nis, das heißt die Fähig­keit eines Kin­des, etwas gleich­zei­tig im Gedächt­nis zu behal­ten und fle­xi­bel damit zu arbei­ten, von größ­ter Bedeu­tung sind. Auch die Moti­va­ti­on eines Kin­des und sei­ne Fähig­keit, die eige­nen Stär­ken zu erken­nen und sie ein­zu­set­zen, trägt maß­geb­li­ch zum Schul­er­folg bei. Wei­te­re Fak­to­ren sind die Ein­flüs­se aus der Umwelt ins­be­son­de­re die des Freun­des­krei­ses und der Schu­le.

Der Ein­fluss der Eltern auf den Schul­er­folg des Kin­des sei hin­ge­gen „weni­ger wich­tig, als man in den letz­ten Jah­ren ange­nom­men hat“, so Spi­n­a­th. Viel­mehr weist er dar­auf hin, dass zu viel Druck von Eltern das Kind über­for­dern kön­ne, was sich wie­der­um nega­tiv auf die Leis­tun­gen aus­wir­ken kann. Bei den Stu­di­en las­sen sich grob drei elter­li­che Erzie­hungs­sti­le erken­nen:

„Fak­to­ren von Schul­er­folg II wei­ter­le­sen

Faktoren von Schulerfolg I

Seit den Ergeb­nis­sen der PISA-Stu­di­en hat die brei­te Mas­se der Bevöl­ke­rung wahr­ge­nom­men, dass der Schul­er­folg von Kin­dern auch vom Bil­dungs­grad der Eltern abhängt. Da „Migran­ten­kin­der” häu­fig, aber natür­li­ch nicht immer, aus Fami­li­en mit gerin­ge­rem Bil­dungs­ni­veau stam­men, brach­ten die PISA-Ergeb­nis­se her­vor, dass Bun­des­län­der mit hohem „Aus­län­der­an­teil” auch pro­zen­tual schlech­ter abge­schnit­ten haben als Bun­des­län­der mit gerin­ge­rem Anteil. Vor allem die Stadt­staa­ten Ber­lin, Bre­men und Ham­burg sei­en hier als Bei­spie­le genannt. „Fak­to­ren von Schul­er­folg I” wei­ter­le­sen