Was Jungen brauchen!

Eine hoch­ka­rä­tig besetz­te Dis­kus­si­on in einer der letz­ten her­vor­ra­gen­den Sen­dun­gen im dt. Fern­se­hen: „sco­bel”. Zu Gast bei Gert Sco­bel sind Enja Rie­gel (ehem. Lei­te­rin der Hele­ne-Lan­ge-Schu­le, die bei PISA am bes­ten abge­schnit­ten hat), Gerald Hüt­her (Hirn­for­scher und Neu­ro­bio­lo­ge) und All­an Gug­gen­bühl (Kin­der- und Jugend­psy­cho­lo­ge aus Bern).

Hier geht’s zur The­men­sei­te bei 3sat: Jungs – Sind sie das neue schwa­che Geschlecht?

Teil 1

Teil 2

Um alle sechs Vide­os anzu­se­hen (ca. 60 Minu­ten), bit­te wei­ter unten auf Wei­ter­le­sen kli­cken.

Zita­te aus dem 6. Teil:

  • Leh­rer haben in der Uni und im Refe­ren­da­ri­at Fächer gelernt, aber das, was wir in der Schu­le brau­chen, das haben sie da nicht gelernt. Leh­rer müs­sen begeis­tern und ler­nen, die Unter­schie­de zwi­schen den Kin­dern wahr­zu­neh­men und auf­zu­grei­fen.
  • Im Umgang mit Men­schen braucht es kei­ne Aka­de­mi­sie­rung der Aus­bil­dung, son­dern prak­ti­sche Erfah­rung.
  • Es ist der Ansatz unse­rer Schu­len, dass wir glau­ben, wir könn­ten Kin­der unter­rich­ten. Man kann nie­man­dem etwas bei­brin­gen. Man kann Kin­der nicht benut­zen wie einen Trich­ter, wo man oben das Wis­sen rein­füllt.
  • Ein guter Leh­rer muss 3 Din­ge beherr­schen: Er muss Kin­der ein­la­den kön­nen. Er muss ihnen Mut machen kön­nen. Er muss sie inspi­rie­ren kön­nen. Und damit er das kann, muss er 1. die Schü­ler in ihrer Ver­schie­den­ar­tig­keit mögen und er muss 2. begeis­tern kön­nen.
  • Vie­le Kin­der kön­nen ihre Inter­es­sen in die Schu­le nicht mehr ein­brin­gen.
  • Ler­nen muss pro­zess­ori­en­tiert sein.
  • Man braucht muti­ge Leh­rer und Schul­lei­ter.
  • Man braucht Zeit, damit Kin­der Erfah­run­gen machen. Das kann man nicht nach Lehr­plan abha­ken oder nach Schul­buch durch­ge­hen und es häpp­chen­wei­se ver­ab­rei­chen.
  • Man hängt der Illu­si­on nach, dass man einen Lern­pro­zess vor­her struk­tu­rie­ren könn­te.

Teil 3

Teil 4

Teil 5

Teil 6

 

Wei­ter­ge­hen­de Infor­ma­tio­nen:

Sir Ken Robin­son – Eine Bil­dungs­re­vo­lu­ti­on wagen

Eine Antwort auf „Was Jungen brauchen!“

  1. die idee am schluss von herr sco­bel, sich mit dem selbs­be­wusst­sein auch in der schu­le aus­ein­an­der zu set­zen, fin­de ich sehr gut. vie­le jungs in der schu­le reagie­ren auf rei­ze vom aus­sen und kön­nen wei­ter damit nicht umge­hen, weil sie nicht wis­sen was genau in dem eige­nen inne­rem berührt wor­den ist. mir scheint es so zu sein, dass sie dann von dem getrie­ben wer­den, was für sie indi­vu­du­ell nicht stimmt und wer­den aggres­siv, weil denen nicht gehol­fen wird, aber sie wer­den zu einem aus­schluss aus der schu­le oder the­ra­pie und stra­fe oder rita­lin ver­dammt.
    daher wird mehr sich auf­ein­an­der zu las­sen und zu ver­su­chen, was in einem vor sich geht, zu ver­ste­hen, nicht so abwe­gig. aber dafür braucht es wirk­lich leh­rer, die bereits sind sich mit dem jun­gen uner­fah­re­nen geist aus­ein­an­der zu set­zen. und die schü­ler soll­ten ler­nen kön­nen in sich hein­ein­zu­schau­en und sich fra­gen, was hat mich jetzt so häs­sig gemacht und es auch mit­tei­len zu kön­nen und gehört zu wer­den. dazu müs­sen sie aller­dings ler­nen, sich bes­ser aus­drü­cken zu kön­nen. das ist schon an sich anstren­gend und da kön­nen sie ein teil ihrer ener­gie ver­brau­chen und ruhi­ger wer­den. aller­dings müs­sen sie ein feed­back bekom­men, so wie es unter men­schen nor­mal sein soll­te. eben­falls muss man ler­nen sich mit dife­ren­zen abzu­fin­den, dass wirk­lich nicht aus einer klas­se ein floh­zir­cus wird.
    ich habe einen 14jäh­ri­gen sohn und wer­de für eine sol­che unter­stüt­zung aus der schu­le und aus der umwelt sehr dank­bar.

    mei­ne mut­ter­spra­che ist nicht deutsch. so kann man bei mei­nen kom­men­ta­ren leicht feh­ler fin­den.

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