Was nützen Hausaufgaben?

…wie steht es gene­rell um den Sinn oder Unsinn von Haus­auf­ga­ben? Sind sie wirk­lich unver­zicht­bar, um Leis­tun­gen zu ver­bes­sern, das selbst­stän­di­ge Ler­nen zu för­dern? Vie­le wer­den das nicht bezwei­feln. Die Recher­che erbrach­te jedoch min­des­tens ein Dut­zend Stu­di­en, die das rela­ti­vie­ren. Unter ande­rem unter­such­te der Schul­for­scher Bern­hard Witt­mann schon 1964 Leis­tun­gen im Rech­nen und Recht­schrei­ben – von Klas­sen mit und ohne Haus­auf­ga­ben. Am Ende sei­nes vier­mo­na­ti­gen Expe­ri­ments mit Dritt­kläss­lern stell­te er fest: Es kön­ne „kei­ne Wirk­sam­keit der Haus­auf­ga­ben“ behaup­tet wer­den.

Erst vor drei Jah­ren unter­such­ten Erzie­hungs­wis­sen­schaft­ler der TU Dres­den Ganz­tag­schu­len in Sach­sen und fan­den her­aus, dass Haus­auf­ga­ben kaum einen Leis­tungs­ef­fekt haben. Gute Schü­ler wür­den dadurch nicht unbe­dingt noch bes­ser, sag­te der Bil­dungs­for­scher Hans Gäng­ler, „und schlech­te Schü­ler begrei­fen durch blo­ßes Wie­der­ho­len noch lan­ge nicht, was sie schon am Vor­mit­tag nicht rich­tig ver­stan­den haben“. Die For­scher kamen zu dem Schluss: Nicht die Haus­auf­ga­ben sind für den Erfolg der Schü­ler ent­schei­dend, son­dern die päd­ago­gi­sche Betreu­ung.”

Quel­le und voll­stän­di­ger Arti­kel: FR Online – Haus­auf­ga­ben brin­gen nichts

Anmer­kung: Anfang der Woche sag­te mir ein Kind aus einer ande­ren Klas­se: „Mei­nen Eltern ist es egal, was ich als Haus­auf­ga­ben mache, Haupt­sa­che ich mache irgend­was!

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