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Ideen Unterricht

Was soll ich damit machen?!

Ich unter­rich­te eine Stun­de in einer ande­ren Klas­se, Lese­er­zie­hung. Unter ande­rem habe ich heu­te ein paar Lese­blät­ter bereit­ge­stellt. Die aus der Klas­se „gut” erzo­ge­nen Kin­der haben sich, wie nicht anders zu erwar­ten war, alle einen der ver­schie­de­nen Lese­tex­te aus­ge­sucht und los­ge­legt. Weni­ge Minu­ten spä­ter kam sie dann DIE Fra­ge!

Herr Bre­u­ning, was SOLL ich denn hier machen?”

Herr Bre­u­ning ant­wor­tet: „Was KANNST du denn da machen?”

Eine Gegen­fra­ge, die man­che zunächst über­for­dern könn­te, lang­fris­tig aber Räu­me eröff­net.

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Unterricht

Offener Unterricht in der Diskussion

Wie ich im Arti­kel Vor­trag zum Unter­richt schrieb, gibt es nicht DEN offe­nen Unter­richt. Es han­delt sich immer um ver­schie­de­ne Abstu­fun­gen auf ver­schie­de­nen Ebe­nen und Gra­den von Offen­heit. Der Ansatz von Fal­ko Peschel, der das Kind radi­kal in sei­nem Wesen ernst nimmt, d.h. in sei­nen Inter­es­sen, Wün­schen und Vor­lie­ben, gab mir sehr vie­le Anre­gun­gen und vor allem auch Mut, mich über­haupt auf einen ande­ren Weg ein­zu­las­sen. Ein wei­te­rer Ansatz ist „Offe­ner Unter­richt mit Metho­de” von Micha­el Kell­ner. In der Dis­kus­si­on auf PAED.com wer­den bei­de Ansät­ze aus­führ­lich gegen­über gestellt.

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Beurteilungen

Geöffnete Mathematik-Arbeiten

Die Autoren May­er & Schwät­zer stel­len in einer Grud­schul­zeit­schrift vor, wie Mathe-Arbei­ten in Rich­tung auf eine dif­fe­ren­zier­te, pro­zess- und kom­pe­tenz­ori­en­tier­te Leis­tungs­be­ur­tei­lung ver­än­dert wer­den kön­nen – eine Zusam­men­fas­sung mit eini­gen Ergän­zun­gen von mir:

Die kon­ven­tio­nel­le anfor­de­rungs­be­zo­ge­ne Leis­tungs­be­ur­tei­lung ist gekenn­zeich­net durch ihre Defizit‑, Pro­dukt- und Kon­kur­renz­ori­en­tie­rung. Das heißt, es wird über­prüft, was ein Schü­ler noch nicht kann, nur die Ergeb­nis­se von Auf­ga­ben und die Posi­ti­on des Schü­lers in der Klas­se. Spä­tes­tens seit PISA soll­te aber jedem deut­lich gewor­den sein, dass wir hin zu einer päd­ago­gi­schen Leis­tungs­be­ur­tei­lung umden­ken müs­sen, wenn wir gera­de im von vie­len gehass­ten Fach Mathe­ma­tik Kin­der lang­fris­tig nicht demo­ti­vie­ren wol­len.

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Unterricht

Individualisierter Unterricht – Zeitungsbericht

Ich ver­wei­se auf fol­gen­den Arti­kel in der ZEIT:

Schu­le – Alle zum Ein­zel­trai­ning:  Die Unter­schie­de zwi­schen Schü­lern wach­sen, die Vor­stel­lung von homo­ge­nen Klas­sen ist über­holt. In Zukunft sol­len die Leh­rer mehr mode­rie­ren, weni­ger dozie­ren – und die Fähig­kei­ten jedes Ein­zel­nen för­dern”

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Unterricht

Von der Lehranstalt zur lernenden Schule

Vor kur­zem besuch­te das Kol­le­gi­um der Schu­le, in der ich unter­rich­te, die staat­li­che Grund­schu­le Har­mo­nie in Eitorf. An dem Vor­mit­tag sahen wir den Kol­le­gIn­nen und Kin­dern dabei zu, wie Schu­le und Ler­nen bei ihnen „funk­tio­niert”. Anschlie­ßend hat­ten wir ein 2‑stündiges Gespräch mit dem Schul­lei­ter, Wal­ter Hövel. Wäh­rend des Gesprächs beant­wor­te­te er unse­re Fra­gen und stell­te die Schu­le genau­er vor. Eini­ges davon lässt sich im Doku­ment Von der Lehr­an­stalt zur ler­nen­den Schu­le nach­le­sen. Inter­es­sant auch: Was ist Ler­nen? Ein Gespräch mit Kin­dern

Wel­ches Bild haben die Gym­na­si­en von den Kin­dern, die von der Grund­schu­le Har­mo­nie zu ihnen kom­men? Die Gym­na­si­en, so W. Hövel, tei­len fol­gen­de Auf­fas­sun­gen:

  1. Die Kin­der wol­len ler­nen!
  2. Die Kin­der sind sozi­al kom­pe­tent!
  3. Die Kin­der sind orga­ni­sier­te Ler­ner!
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Unterricht

Pädagogin auf neuen Wegen

Han­ne­lo­re Zehn­pfen­nig, die (im Jahr 2004) 72jährige pen­sio­nier­te Grund­schul­leh­re­rin, ent­wi­ckel­te in den 80er und 90er Jah­ren ein eige­nes Kon­zept offe­nen Unter­richts. Über 15 Jah­re lang erprob­te sie es in der Unter­richts­pra­xis. Anfangs kämpf­te sie um das Kon­zept noch mit Eltern und ande­ren in der Schu­le täti­gen Per­so­nen. Trotz aller Wider­stän­de ließ sie sich von ihrem Weg nicht abbrin­gen. Spä­ter wur­de ihr Unter­richt von der zustän­di­gen Schul­auf­sicht­be­hör­de als vor­bild­haft vor­ge­stellt.

In ihrem Unter­richt änder­te sie Struk­tu­ren, die in der moder­nen Päd­ago­gik mitt­ler­wei­le selbst­ver­ständ­lich sind und auch von der For­schung gut begrün­det wer­den kön­nen:

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Unterricht Video

Auch Gymnasien verändern sich

Kürz­lich war ich auf einer Ganz­tags­ver­an­stal­tung zur neu ein­ge­führ­ten Schul­form in Ber­lin, der Gemein­schafts­schu­le. Es gab meh­re­re Red­ne­rin­nen und Red­ner und am Schluss wur­de eine Dis­kus­si­on u.a. mit dem Bil­dungs­se­na­tor von Ber­lin, Jür­gen Zöll­ner, geführt. Alles in allem war das eine sehr inter­es­san­te Ver­an­stal­tung! Mög­li­cher­wei­se wird sich in Ber­lin ein Schul­sys­tem ent­wi­ckeln, das bald bun­des­weit Vor­bild­cha­rak­ter haben könn­te.

Eine der Red­ne­rin­nen war Eri­ka Ris­se, ehe­ma­li­ge Schul­lei­te­rin des Elsa-Bränd­ström-Gym­na­si­ums in Ober­hau­sen. Das The­ma ihres Vor­tra­ges lau­te­te: „Wie muss sich eine ‘Schu­le für alle’ im Inne­ren ver­än­dern?” Sie berich­te­te u.a. davon, wie auf dem von ihr gelei­te­ten Gym­na­si­ums indi­vi­du­el­le För­de­rung prak­ti­ziert wur­de bzw. wird.

Im fol­gen­den Inter­view – auf­ge­nom­men im Dezem­ber 2009 – geht sie auf fol­gen­de The­men ein:

  1. Über indi­vi­du­el­le För­de­rung und offe­nen Unter­richt
  2. Über die Anfän­ge (als Schul­lei­te­rin des Gym­na­si­ums)
  3. Über Para­dig­men­wech­sel bei Leh­rern
  4. Über Netz­wer­ken und Ler­nen von ande­ren
  5. Über Unter­stüt­zung und Bar­rie­ren
  6. Was moti­viert?
  7. Was trägt den Ver­än­de­rungs­pro­zess?

You­Tube: Stim­men zu indi­vi­du­el­ler För­de­rung – Dr. Eri­ka Ris­se