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Ideen

Mein Schreibschriftheft

Neulich fand ich mein altes Schreib­heft aus der 1. Klas­se. Ich war über­rascht, wie sau­ber ich schon weni­ge Mona­te nach Schul­be­ginn schrei­ben konn­te. Erstaunt war ich zudem dar­über, dass wir schon sehr früh mit der latei­ni­schen Aus­gangs­schrift ange­fan­gen haben. Als ich Leh­rer wur­de, began­nen die damals ältes­ten Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen frü­hes­tens in Klas­se 2 mit der Schreib­schrift. Mitt­ler­wei­le ist das Ziel für die Hand­schrift in Rhein­land-Pfalz nur noch for­mu­liert als: „eine gut les­ba­re Hand­schrift flüs­sig schrei­ben” zu kön­nen. Die Schü­ler kön­nen, sie müs­sen also nicht eine Schreib­schrift erler­nen.

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Material

Schreiben zu Satzanfängen

Auf mei­nen Haus­auf­ga­ben­blät­tern fin­det sich regel­mä­ßig eine Auf­ga­be, bei der mei­ner Erfah­rung nach immer wie­der inhalt­lich und sprach­lich recht gelun­ge­ne kur­ze Tex­te ent­ste­hen. Von daher möch­te ich die Idee hier wei­ter­ge­ben. Erfah­rungs­ge­mäß füh­len sich die eher „schreib­trä­ge­ren” Kin­der von die­ser Auf­ga­be ange­spro­chen. Glei­cher­ma­ßen eig­net sie sich auch für die schreib­stär­ke­ren Kin­der, da sie hier­bei gezwun­gen wer­den, sich auf den Punkt aus­zu­drü­cken.

In der letz­te Woche hieß es: „Schrei­be einen kur­zen und sinn­vol­len Text mit 7 Sät­zen. Benut­ze die­se Satz­an­fän­ge. Als… Inzwi­schen… Jetzt… Manch­mal… Aber… Viel­leicht… Bestimmt… Schrei­be am Ende eine Über­schrift.”

Für den kom­men­den Frei­tag wer­de ich der Ver­tre­tungs­kol­le­gin fol­gen­de Wör­ter für die ers­te Stun­de mit­ge­ben: „Neu­lich… Als… Dann… Etwas spä­ter… Nun… Manch­mal… Aber… Viel­leicht… Bestimmt… Bald… Schließ­lich… DU HAST ZWEI JOKER!”

Beim Joker kön­nen sich die Kin­der eige­ne Satz­an­fän­ge über­le­gen. Die Rei­hen­fol­ge der Satz­an­fän­ge las­se ich zwar varia­bel, aller­dings nei­gen die meis­ten Kin­der dazu, mei­ne Rei­hen­fol­ge zu über­neh­men.

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Medien Unterricht

Computer in der Grundschule

Mein ers­ter Com­pu­ter, ja, das ist schon lan­ge her! Es war der Com­mo­do­re 16, den ich mir damals von mei­nem erspar­ten Geld für 150 DM gekauft habe. Genau die­ser C‑16 war 1985 der ers­te jemals von Aldi ver­kauf­te Com­pu­ter. Ich erin­ne­re mich noch sehr genau dar­an, dass dem Com­pu­ter eine Data­set­te bei­lag! Wow! 😀 Etwas spä­ter spiel­te und arbei­te­te ich mit einem C‑64 und dem Ata­ri 520ST. Nach meh­re­ren Jah­ren ohne Com­pu­ter und einer neu­en Frei­zeit­be­schäf­ti­gung folg­te 1998 dann der ers­te „moder­ne” PC mit Win­dows. Zur glei­chen Zeit etwa stieß ich auf die Idee von Open Source, was mich zu Linux führ­te. Nur weni­ge Jah­re spä­ter kehr­te ich Win­dows den Rücken und wech­sel­te ganz zu Linux. Seit­dem nut­ze ich pri­vat abwech­selnd ver­schie­de­ne Linux-Dis­tri­bu­tio­nen. Ich den­ke also, dass ich über eine recht lan­ge Erfah­rung mit diver­sen Com­pu­tern ver­fü­ge und das nahe­zu „von Kin­des­bei­nen an”.

Im Arti­kel Vor­sicht Bild­schirm, Kin­der! habe ich von einer Ver­an­stal­tung mit Man­fred Spit­zer berich­tet, die ich kürz­lich besucht habe. Wäh­rend des Vor­tra­ges muss­te ich häu­fig an mei­ne Erfah­run­gen aus dem Unter­richts­all­tag und vor allem der Com­pu­ter-AG den­ken. So erzähl­te Spit­zer u.a.:

  1. Such­ma­schi­nen sind für Kin­der unge­eig­net. Gezielt suchen kann nur der­je­ni­ge, der schon viel über ein The­ma weiß.
  2. Com­pu­ter ver­lei­ten zum Dad­deln.
  3. Mit der Hand zu schrei­ben, för­de­re das Den­ken.
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Unterricht

Mein Diktatheft

Eini­ge Wochen vor Schul­jah­res­en­de von Klas­se 2 sag­te ein Mäd­chen zu mir: „Herr Bre­u­ning, war­um sol­len wir eigent­lich immer schön schrei­ben, wenn dei­ne Schrift nicht so schön ist?!” Was hat­te ich doch für ein Glück, dass ich erst eini­ge Tage zuvor auf ein paar mei­ner alten Schreib­hef­te gesto­ßen bin, die ich selbst im 2. Schul­jahr beschrie­ben hat­te. Als ich dem Mäd­chen dann eini­ge der Hef­te aus mei­ner Grund­schul­zeit zeig­te, staun­te sie nicht schlecht über mei­ne Hand­schrift.

Was die Hand­schrift anging, hat­te ich damals wirk­lich viel Muße dafür! Ich erin­ne­re mich noch sehr gut dar­an, wenn mir Frau Finck ein­zel­ne Buch­sta­ben und spä­ter Wör­ter in die Lini­en­an­fän­ge der Hef­te schrieb, die ich dann immer wie­der ergänz­te. Ich emp­fand damals größ­te Freu­de, wenn alles schön gleich­mä­ßig aus­sah. Über­haupt spiel­te Schrift damals eine gro­ße Rol­le für mich. Ich weiß noch sehr gut, dass ich – im dama­li­gen West-Ber­lin lebend – Brief­freund­schaf­ten nach Jugo­sla­wi­en, West-Deutsch­land und in die Tsche­cho­slo­wa­kei zu gleich­alt­ri­gen Freun­den und Ver­wand­ten hat­te. Regel­mä­ßig saß mei­ne Mut­ter an mei­ner Sei­te und dik­tier­te mir, wie die­ses oder jene Wort in mei­ner Mut­ter­spra­che geschrie­ben wur­de.

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Unterricht

Die 100 häufigsten Wörter

Im Fol­gen­den stel­le ich die – angeb­lich – 100 häu­figs­ten Wör­ter der deut­schen Spra­che vor. Die Quel­le ist lei­der unbe­kannt. Ich habe die­se Lis­te ein­mal vor vie­len Jah­ren in irgend­ei­nem Buch ent­deckt und abge­tippt. Wenn jemand weiß, woher die­se Lis­te stammt, gibt mir bit­te Bescheid, damit ich die Quel­le hier noch ein­fü­gen kann.

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Direkte Hinführung zur Buchstabenschrift

Nach­fol­gend stel­le ich grob die Leselern­me­tho­de der ein­ge­setz­ten Fibel in Klas­se 1 dar (aus dem Schul­jahr 2008).

Die wich­tigs­te Erkennt­nis der Kin­der auf dem Weg zur Schrift muss sein: „Wör­ter bestehen aus Buch­sta­ben, denen Lau­te zuge­ord­net sind. Die­se Lau­te sind den iso­lier­ten Buch­sta­ben­lau­ten ähn­lich.”

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Unterricht

Richtige Stifthaltung

Wer schrei­ben lernt, lernt auch ein neu­es Werk­zeug zu benut­zen – den Stift. Das Hand­ge­lenk sitzt locker! Kei­nes­falls dür­fen die Fin­ger starr blei­ben und die Bewe­gung nur aus dem Hand­ge­lenk kom­men! Kin­dern, die den Stift zu fest auf­drü­cken, kann man auf das obers­te Fin­ger­glied einen klei­nen Smi­ley malen. Wenn das Kind jetzt zu fest drückt, macht der Smi­ley sei­ne Augen zu, weil die Augen im Fin­ger­ge­lenk ver­schwin­den. Weist man das Kind hin, dass der Smi­ley sei­ne Augen auf­ma­chen soll, muss es den Stift­druck ver­rin­gern. Ach­ten Sie beim Schrei­ben immer auch auf die rich­ti­ge Sitz­hal­tung. Es ist wich­tig, dass die Füße den Boden berüh­ren, weil die Rücken­mus­ku­la­tur beim Kind erst schwach aus­ge­prägt ist. Auch der Kopf darf nicht wie ein schwe­rer Sack den Ober­kör­per nach vor­ne zie­hen. Wenn die Augen senk­recht auf den Tisch gucken kön­nen, dann sitzt das Kind falsch!

Sehr aus­führ­li­che Erklä­run­gen von der Bil­den­den Künst­le­rin Susan­ne Doren­dorff:

Teil 1

Teil 2

Stifthaltung – spielerische Tipps vom Handschriftexperten

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