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Unterricht

Rechtschreibtest

Um die Ent­wick­lung und den Stand in der Recht­schrei­bung im 3./4. Schul­jahr zu doku­men­tie­ren, ließ ich die Kin­der letz­te Woche einen von mir ent­wor­fe­nen Test schrei­ben, der sich an den Laut­häu­fig­kei­ten bzw. den sog. Basis- und Ortho­gra­phe­men ori­en­tiert.

Der Test wird am Anfang und Ende von Klas­se 3 geschrie­ben. Durch den direk­ten Ver­gleich soll­te in der Regel eine posi­ti­ve Recht­schreib­ent­wick­lung erkenn­bar sein. Der Test kann auch noch in Klas­se 4 wie­der­holt wer­den. Zu Beginn von Klas­se 3 wird auch deut­lich, inwie­fern die Schü­ler die Basis­gra­phe­me sicher beherr­schen bzw. wo noch Pro­ble­me exis­tie­ren.

Beim nächs­ten Test am Ende von Klas­se 3 wer­de ich die Test­wör­ter / die Dik­ta­te / den Text leicht vari­ie­ren. Aller­dings müs­sen dabei die spe­zi­fi­schen Schwer­punk­te inner­halb der Wör­ter erhal­ten blei­ben – denn sonst ist ein direk­ter Ver­gleich nicht mög­lich!

Der Test beinhal­tet:

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Nachdenkliches

Die absurde Schule der Tiere

»Es gab ein­mal eine Zeit, da hat­ten die Tie­re eine Schu­le. Das Ler­nen bestand aus Ren­nen, Klet­tern, Flie­gen und Schwim­men, und alle Tie­re wur­den in sämt­li­chen Fächern unter­rich­tet.

Die Ente war gut im Schwim­men; bes­ser sogar als der Leh­rer. Im Flie­gen durch­schnitt­lich, sie war aber im Ren­nen ein beson­ders hoff­nungs­lo­ser Fall. Da sie in die­sem Fach so schlech­te Noten hat­te, muss­te sie nach­sit­zen und den Schwimm­un­ter­richt aus­fal­len las­sen, um das Ren­nen zu üben. Das tat sie so lan­ge, bis sie auch im Schwim­men nur noch durch­schnitt­lich war. Durch­schnitts­no­ten aber waren akzep­ta­bel […].

Der Adler wur­de als Pro­blem­schü­ler ange­se­hen […] da er, obwohl er in der Klet­ter­klas­se alle ande­ren dar­in schlug, als ers­ter den Wip­fel eines Bau­mes zu errei­chen, dar­auf bestand, sei­ne eige­ne Metho­de anzu­wen­den.

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Ideen

Schlechte Noten

Ein wei­te­rer inter­es­san­ter Arti­kel zu den The­men Noten, Ver­bal­be­ur­tei­lung, der Ver­gleich­bar­keit von Beur­tei­lun­gen, Nach­hil­fe und gestress­ten Eltern:

Schlech­te Noten: Fami­lie im Stress?
Zen­su­ren sind Grund für Freu­den­sprün­ge, aber auch für bit­te­re Trä­nen. Fal­len die Noten in den Kel­ler, sind nicht nur die Kin­der, son­dern auch die Eltern am Anschlag. Dabei gibt es gute Grün­de, wes­halb man Zen­su­ren nicht über­be­wer­ten darf. …
(Fort­set­zung bei Swiss­fa­mi­ly)

Eine Kol­le­gin und selbst Mut­ter von zwei Kin­dern, die den Arti­kel bei Swiss­fa­mi­ly gele­sen hat, rief mich eben an und sag­te: „Weißt du, der Druck, den Eltern erle­ben, wird ihnen auch von man­chen Leh­rern gemacht, indem sie sagen: Sie (die Eltern) müs­sen mit dem Kind mehr üben, üben, üben. Dabei tun vie­le Eltern genau das und es ver­bes­sert sich trotz­dem nichts / wenig. Als Eltern­teil fühlt man sich vom Leh­rer ver­ant­wort­lich gemacht und von ihm ‘beschul­digt’, dass das Kind schlecht ist.” Das merkt man an Aus­sa­gen von Eltern, wie zum Bei­spiel: „Wir müs­sen noch für die Mathe­ar­beit üben.”

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Ideen

Buch: Warum es nicht so schlimm ist…

Heu­te bin ich auf ein, wie es scheint, viel­ver­spre­chen­des Buch von Hei­de­ma­rie Bro­sche gesto­ßen:

War­um es nicht so schlimm ist, in der Schu­le schlecht zu sein – Schul­schwie­rig­kei­ten gelas­sen meis­tern

Die Rezen­sio­nen hören sich inter­es­sant an. So schreibt jemand dar­über:

Nach der Lek­tü­re die­ses Buches hat man wirk­lich das Gefühl, sich den unter­schied­lichs­ten Schul­schwie­rig­kei­ten sei­nes Kin­des gelas­se­ner stel­len zu kön­nen. Hei­de­ma­rie Bro­sche appe­liert an die Erwach­se­nen stets das eige­ne Kind ganz indi­vi­du­ell in den Mit­tel­punkt zu stel­len und erin­nert dabei dar­an, dass die Kin­der bzw. die Jugend­li­chen noch mit­ten in der Ent­wick­lungs­pha­se ste­cken. … Ein Buch, das Mut macht und gleich­zei­tig dar­an erin­nert, dass nicht immer stän­di­ge pri­va­te Übun­gen, Nach­hil­fe und sons­ti­ge För­der­pro­gram­me zum Erfolg füh­ren und über­haupt not­wen­dig sind. Manch­mal kann Ver­ständ­nis für das Kind und sei­ne momen­ta­nen Pro­ble­men viel mehr brin­gen und der Schlüs­sel zum Erfolg sein.” (Quel­le, sie­he Link oben)

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Beurteilungen

Über den Unsinn der Ziffernnoten

Heu­te bin ich auf dem Blog nie­mehr­schu­le eines öster­rei­chi­schen Leh­rers auf einen inter­es­san­ten Link gesto­ßen. Dar­in erklärt der Päd­ago­gik­pro­fes­sor Rupert Vier­lin­ger, Uni­ver­si­tät Linz, den Unsinn von Zif­fern­no­ten und stellt eine mög­li­che Alter­na­ti­ve vor, die „Direk­te Leis­tungs­vor­la­ge” (DLV).

derStandard.at: Herr Vier­lin­ger, sie haben sich ihr Leben lang für die Abschaf­fung von Zif­fern­no­ten ein­ge­setzt. Wo liegt das Pro­blem?

Vier­lin­ger: Jedes Mess­in­stru­ment muss drei Güte­kri­te­ri­en erfül­len: Objek­ti­vi­tät, Zuver­läs­sig­keit und Gül­tig­keit. Objek­tiv ist das EKG, wenn es egal ist, ob es der Arzt A macht oder der Arzt B. Genau­so müss­te es egal sein, ob der Leh­rer A oder der Leh­rer B eine bestimm­te Leis­tung beno­tet – Jeder weiß, dass es sich anders ver­hält.

Zum voll­stän­di­gen Inter­view beim öster­rei­chi­schen der­Stan­dard: „Leis­tungs­grup­pen für schwa­che Schü­ler eine Kata­stro­phe”

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen

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Beurteilungen

Wie „steht” die Klasse?

Wer Leh­rer ist, muss Durch­schnit­te berech­nen, Durch­schnitts­er­geb­nis­se, Noten­durch­schnit­te usw. Wir alle ken­nen das, aber wel­che Aus­sa­ge­kraft hat ein Durch­schnitt, wenn wir die Leis­tungs­stär­ke von Klas­sen mit­ein­an­der ver­glei­chen wol­len oder müs­sen? Gibt es womög­lich ande­re For­meln, die hier sinn­vol­ler wären?

Wie steht denn nun „mei­ne” Klas­se?

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Geöffnete Mathematik-Arbeiten

Die Autoren May­er & Schwät­zer stel­len in einer Grud­schul­zeit­schrift vor, wie Mathe-Arbei­ten in Rich­tung auf eine dif­fe­ren­zier­te, pro­zess- und kom­pe­tenz­ori­en­tier­te Leis­tungs­be­ur­tei­lung ver­än­dert wer­den kön­nen – eine Zusam­men­fas­sung mit eini­gen Ergän­zun­gen von mir:

Die kon­ven­tio­nel­le anfor­de­rungs­be­zo­ge­ne Leis­tungs­be­ur­tei­lung ist gekenn­zeich­net durch ihre Defizit‑, Pro­dukt- und Kon­kur­renz­ori­en­tie­rung. Das heißt, es wird über­prüft, was ein Schü­ler noch nicht kann, nur die Ergeb­nis­se von Auf­ga­ben und die Posi­ti­on des Schü­lers in der Klas­se. Spä­tes­tens seit PISA soll­te aber jedem deut­lich gewor­den sein, dass wir hin zu einer päd­ago­gi­schen Leis­tungs­be­ur­tei­lung umden­ken müs­sen, wenn wir gera­de im von vie­len gehass­ten Fach Mathe­ma­tik Kin­der lang­fris­tig nicht demo­ti­vie­ren wol­len.