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Forschung Ideen

Ursachen für Lese- und Rechtschreibstörungen

Wenn ein Kind sich in den ers­ten zwei Schul­jah­ren beim Lesen und Schrei­ben schwer tut, kann das für alle Betei­lig­te – Kind, Eltern, Leh­rer – sehr belas­tend sein. Umso wich­ti­ger ist es, die Ursa­chen für die Lern­schwie­rig­kei­ten zu erken­nen (Dia­gno­se), um dar­auf auf­bau­end eine pas­sen­de För­de­rung zu ermög­li­chen (Inter­ven­ti­on) (vgl. das Prin­zip des → evi­denz­ba­sier­ten Ler­nens bei Hat­tie).

Eine tref­fen­de Dia­gno­se und die ange­mes­se­ne Inter­ven­ti­on – im Ide­al­fall durch Schu­le, Eltern und exter­nen Fach­leu­ten – bedeu­tet nicht zwangs­läu­fig, dass das betref­fen­de Kind nun rasend schnell schrei­ben und lesen ler­nen wird. Auch jetzt kann es noch so sein, dass die Lern­er­fol­ge sich nur in ver­gleichs­wei­se klei­nen Schrit­ten zei­gen.

Man­che Fak­to­ren, die eine Lese- und Recht­schreib­stö­rung (LRS) bedin­gen, kön­nen von Leh­rern bes­ser dia­gnos­ti­ziert und „behan­delt” wer­den als ande­re. Im Fol­gen­den lis­te ich zunächst bis­her bekann­te Fak­to­ren (Risi­ko­fak­to­ren) auf, die eine LRS begüns­ti­gen:

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Forschung Unterricht

Leseförderung im Team

In letz­ter Zeit sto­ße ich immer wie­der auf den Namen Elmar Sou­vi­gnier, wenn es um Lese­för­de­rung geht. Prof. Sou­vi­gnier hielt u.a. einen lesens­wer­ten Vor­trag auf der Tagung „Wie lässt sich eine nach­hal­ti­ge Ver­bes­se­rung der Lese­kom­pe­tenz errei­chen?”
Aus­ge­hend von der Prä­sen­ta­ti­on von Sou­vi­gnier bin ich auf die­ses Lese­för­der­pro­gramm gesto­ßen, das mir recht viel­ver­spre­chend erscheint:

Kennt das jemand und kann dazu etwas als Kom­men­tar schrei­ben?

Aber: Ich den­ke, auch wir Leh­rer dür­fen uns nichts vor­ma­chen. Es liegt nicht aus­schließ­lich in unse­rer Macht, Kin­der zu erfolg­rei­chen Lesern aus­zu­bil­den. Die EU-Sach­ver­stän­di­gen­grup­pe für Liter­acy betont, dass die Eltern einen ganz erheb­li­chen außer­schu­li­schen Ein­fluss auf die Ent­wick­lung des Lesens ihrer Kin­der ein­neh­men und bei allen schu­li­schen Maß­nah­men mit ein­be­zo­gen wer­den müs­sen, sie­he R. Val­tin – Lösungs­vor­schlä­ge der Sach­ver­stän­di­gen­grup­pe der EU (High Level Group of Experts on Liter­acy). Den Ein­fluss der Eltern bestä­tigt zudem auch eine OECD-Stu­die:

Wenn Eltern ihren Kin­dern im Vor- und Grund­schul­al­ter vor­le­sen, kann das die Lese­leis­tun­gen im Teen­ager­al­ter um durch­schnitt­lich 2 Jah­re ver­bes­sern!” (PISA-Son­der­aus­wer­tung)

Nach­trag: Wie ich soeben lese, schei­nen die drei oben erwähn­ten Hef­te / Bücher die Dis­ser­ta­ti­on von Mun­ser-Kie­fer zu sein.

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Forschung Unterricht

Wie kann Schriftspracherwerb gelingen?

Auf einer Ver­an­stal­tung der Deut­schen Gesell­schaft für Lesen und Schrei­ben hielt Frau Prof. Dr. Agi Schrün­der-Len­zen von der Uni­ver­si­tät Pots­dam einen Vor­trag mit dem The­ma:

Down­load: Wie kann Schrift­sprach­er­werb gelin­gen? Ein kri­ti­scher Blick auf aktu­el­le didak­ti­sche Ansät­ze

Ange­spro­chen wer­den in drei gro­ßen Kapi­teln fol­gen­de The­men:

  • War­um ein kri­ti­scher Blick? (u.a. Lesen durch Schrei­ben)
  • Sind Fibeln die bes­se­re Alter­na­ti­ve?
  • Gelin­gens­be­din­gun­gen des Schrift­sprach­er­werbs: Anlaut­ta­bel­len? – Sprach­för­de­rung – Frei­es Schrei­ben?

Erwähnt und emp­foh­len sei an die­ser Stel­le auch ein vor weni­gen Tagen erschie­ne­nes Pos­ter namens Die Lau­te des Deut­schen. Hier wer­den alle beson­ders häu­fi­gen Lau­te (= Basis­gra­phe­me) in einer über­sicht­li­chen Tabel­le dar­ge­stellt.

Zuletzt sei noch auf die Direk­te Hin­füh­rung zur Buch­sta­ben­schrift ver­wie­sen, die in der Prä­sen­ta­ti­on erwähnt wird.

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Unterricht

Lesekompetenz – was hilft?

Lesen übt man durch Lesen. So weit sind sich wohl alle einig. Aber wie soll­te das Lesen geübt wer­den, damit es sich auf die Lese­flüs­sig­keit aus­wirkt?

In einer Inter­ven­ti­ons­stu­die mit 6. Kläss­lern wur­den hier­zu die bei­den Metho­den Laut­le­se-Tan­dem und das Viel­le­sen mit­ein­an­der ver­gli­chen. Es stell­te sich her­aus, dass das Lesen weni­ger dadurch ver­bes­sert wird, dass schwä­che­re Leser für sich „viel” lesen, son­dern wenn sie sich mit guten Lesern zu einem sog. Lese-Tan­dem zusam­men­schlie­ßen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Lese-Tan­dems im Arti­kel: Wenn das Lesen noch immer stockt

Prä­sen­ta­ti­on: Lese­flüs­sig­keit för­dern

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Forschung

Wenn Eltern vorlesen…

Eine am 11. Mai 2012 ver­öf­fent­lich­te Stu­die der OECD bringt es auf den Punkt:

Wenn Eltern ihren Kin­dern im Vor- und Grund­schul­al­ter vor­le­sen, kann das die Lese­leis­tun­gen um durch­schnitt­lich 2 Jah­re ver­bes­sern!

Quel­le: PISA-Son­der­aus­wer­tung: Vor­le­sen im Klein­kind­al­ter stärkt Lese­ver­mö­gen von Teen­agern

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Unterricht

Kriterien für das Vorlesen

Lese­tech­nik

  • deut­li­che Aus­spra­che / Satz­me­lo­die
  • sinn­ge­mä­ße Beto­nung (z.B. Satz­en­de, wört­li­che Rede)
  • ange­mes­se­nes Lese­tem­po

Text-/Le­se­ver­ständ­nis (fakul­ta­tiv)

  • Kann das Kind Rück­fra­gen zum ein­ge­üb­ten Text beant­wor­ten?
  • Kann es den Zuhö­rern W‑Fragen zum ein­ge­üb­ten Text stel­len?

Sinn­voll kann es sein, die Schü­ler auch einen unbe­kann­ten und unvor­be­rei­te­ten Text vor­le­sen zu las­sen, viel­leicht vor­her noch ein­mal still durch­le­sen las­sen. Hier wür­de ich aber nur noch die Lese­tech­nik bewer­ten, da man als Vor­le­ser mehr mit der kor­rek­ten Gestal­tung des Tex­tes beschäf­tigt ist und sich weni­ger auf den Inhalt kon­zen­triert. Das kann jeder Erwach­se­ne ein­mal selbst aus­pro­bie­ren, indem man jeman­dem Ande­ren einen unbe­kann­ten län­ge­ren (Erzähl-)Text tech­nisch kor­rekt vor­liest.

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Beurteilungen

Hamburger Lesetest I

Kürz­lich bear­bei­te­ten die Kin­der in „mei­ner” Klas­se den Ham­bur­ger Lese­test I. Dabei beschränk­te ich mich auf den Teil mit dem (1) „Esel” und den mit der (2) „Maus”.