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Schule verändern?

Na, sowas! Soeben ent­de­cke ich per Zufall eine Folie, die ich im Jahr 2013 wäh­rend einer Rede an der Uni Koblenz auf­ge­legt hat­te. Das The­ma lau­te­te damals – sinn­ge­mäß -, wie staat­li­che Schu­len von innen her­aus, also „von unten”, ver­än­dert wer­den könn­ten.

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Es freut mich, dass das für die Anwe­sen­den dort eine der, wie es in der Bild­un­ter­schrift bei Pin­te­re­set heißt, „ein­präg­sams­ten Foli­en” gewe­sen sei.

Wei­ter­ge­hen­de Infor­ma­tio­nen zum The­ma Inno­va­ti­on fin­den sich u.a. hier

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Lernen mit den Augen von Schülern sehen

John Hat­tie, der in den letz­ten Jah­ren mit sei­ner gro­ßen Meta-Stu­die über Unter­richt sehr bekannt wur­de, war am 15. Novem­ber 2013 zu einer Tagung in der Kon­rad-Ade­nau­er-Stif­tung in Ber­lin ein­ge­la­den. Hier spricht er in ca. 40 Minu­ten über die Ergeb­nis­se sei­ner Unter­su­chung. Vie­len Dank an die stu­den­ti­sche Intia­ti­ve Krei­destaub, dass ihr euch dafür ein­ge­setzt habt, die­sen Vor­trag ins Netz zu bekom­men.

You­Tube: John Hat­tie – What does mat­ter?

Hat­ties zen­tra­les Anlie­gen ist (ab 16.35 min):

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Start in das neue Schuljahr

Es ist wie­der so weit. Die Som­mer­fe­ri­en sind in eini­gen Bun­des­län­dern schon vor­bei und nächs­te Woche geht es auch wie­der in Rhein­land-Pfalz los. Pas­send dazu ver­öf­fent­licht das Han­dels­blatt nun eine kri­ti­sche Stel­lung­nah­me zu unse­rem Schul­sys­tem. Der, wie ich fin­de, gelun­ge­ne Arti­kel ent­hält einen wich­ti­gen eher bei­läu­fig geschrie­be­nen Schlüs­sel­satz:

Kevin weiß nicht, wel­chen Beruf er mal aus­üben will. Er weiß nur, was von ihm erwar­tet wird…”

Unser Schul­sys­tem, wie wir es heu­te noch ken­nen, belohnt die­je­ni­gen Schü­ler, die sich dar­an am bes­ten anpas­sen, las ich sinn­ge­mäß vor eini­gen Jah­ren in einem Buch des schwei­ze­ri­schen Kin­der­arz­tes Remo Lar­go. Mitt­ler­wei­le muss ich sagen: Im Kern hat der Mann doch recht. Ein mir gut bekann­tes Kind war im 5. Schul­jahr ent­setzt, als ein Gym­na­si­al­kol­le­ge vor der Klas­se äußer­te: „Schu­le funk­tio­niert hier wie ein Sieb. Wer nicht drin hän­gen bleibt, fällt durch. Pech gehabt!” (Quel­le: …noch mehr Zita­te) Das beschreibt auch eines der Kern­pro­ble­me von Kevin: Wenn ich (immer nur) das tue, was von mir erwar­tet wird, weiß ich irgend­wann nicht mehr, was in mir steckt.

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Escaping education’s death valley

Die fol­gen­den Tex­te sind Teil einer sehens­wer­ten Rede von Sir Ken Robin­son aus dem Jahr 2013: 

TED-Talk: How to escape education’s death val­ley?

Eini­ge Tei­le habe ich kurz ins Deut­sche über­setzt.

… The­re are three princi­ples on which human life flou­ris­hes, and they are con­tra­dic­ted by the cul­tu­re of edu­ca­ti­on under which most tea­chers have to labor and most stu­dents have to endu­re.

Es bestehen drei Prin­zi­pi­en, auf denen mensch­li­ches Leben beruht. Die geschaf­fe­ne Bil­dungs­kul­tur, in der die meis­ten Leh­rer arbei­ten müss­sen und die die meis­ten Schü­ler erdul­den, steht die­sen drei Prin­zi­pi­en ent­ge­gen.

No. 1:
The first is this, that human beings are natu­ral­ly dif­fe­rent and diver­se. … If you’­ve got two child­ren or more, I bet you they are com­ple­te­ly dif­fe­rent from each other. … Edu­ca­ti­on … is based on not diver­si­ty but con­for­mi­ty. What schools are encou­ra­ged to do is to find out what kids can do across a very nar­row spec­trum of achie­ve­ment. One of the effec­ts … has been to nar­row the focus onto the so-cal­led STEM disci­pli­nes. They’­re very important. I’m not here to argue against sci­ence and math. On the con­tra­ry, they’­re necessa­ry but they’­re not suf­fi­ci­ent. A real edu­ca­ti­on has to give equal weight to the arts, the huma­nities, phy­si­cal edu­ca­ti­on …

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Schule 2.0

Autor: Wolf­gang Weicht – wei­te­re Prä­sen­ta­tio­nen auf Slideshare.net

Dazu pas­sen­de Zita­te:

  • Schü­ler von heu­te wer­den durch Leh­rer von ges­tern auf die Auf­ga­ben von mor­gen vor­be­rei­tet.” (Ver­fas­ser unbe­kannt, in: H. Bro­sche, S.122)
  • Wir müs­sen Leu­te für eine Welt aus­bil­den, von der wir nicht wis­sen, wie sie aus­se­hen wird.” (Tho­mas Robert­son, Dekan an der Wirt­schafts­hoch­schu­le Whar­ton­an)
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Problematik von Ausbildung

Im Han­dels­blatt vom 25.11.2011 wird der Dekan der renom­mier­ten Wirt­schafts­hoch­schu­le Whar­ton­an in den USA inter­viewt. Die aus schu­li­scher Sicht inter­es­san­tes­te Aus­sa­ge, wie ich fin­de, trifft Tho­mas Robert­son direkt am Anfang:

Die Hälf­te unse­rer Stu­den­ten wird künf­tig in Bran­chen arbei­ten, die es heu­te noch gar nicht gibt. Des­halb müs­sen wir sie so aus­bil­den, damit sie alle nöti­gen Instru­men­te zur Hand haben. Wir müs­sen Leu­te für eine Welt aus­bil­den, von der wir nicht wis­sen, wie sie aus­se­hen wird. Die Welt ist sehr kom­plex. Die Stu­den­ten müs­sen ler­nen, in unsi­che­ren Zei­ten Ent­schei­dun­gen zu tref­fen.

Voll­stän­di­ges Inter­view lesen: „Die Spiel­re­geln der Wirt­schaft ver­än­dern sich rapi­de“

Als ich das Inter­view las, muss­te ich spon­tan an ein Zitat aus mei­ner Schatz­tru­he den­ken. Dar­in heißt es:

Die Zukunft der Bil­dung heißt Per­sön­lich­keits­bil­dung. Wir brau­chen, wie Mar­tin Luther King mein­te, ‚Intel­li­genz plus Cha­rak­ter’.”

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Transformation 21 – auf dem Weg in ein neues Zeitalter?

Einer der erfolg­reichs­ten Manage­ment-Bera­ter, F. Malik, erklärt in einem aus­führ­li­chen Gespräch mit dem Han­dels­blatt vom 17. Janu­ar 2011, wel­che Ver­än­de­run­gen uns in sei­nen Augen in den nächs­ten Jah­ren bevor­stün­den.

Wir ste­hen mit­ten in einer der geschicht­lich größ­ten Umwand­lun­gen von Wirt­schaft und Gesell­schaft, an deren Ende eine neue Demo­kra­tie ste­hen wird. Es ist der Über­gang von einer Alten Welt zu einer Neu­en Welt. Das geht nicht rei­bungs­los. Die Kri­se sind die Geburts­we­hen der Neu­en Welt. Im Zuge die­ser Trans­for­ma­ti­on wird sich welt­weit fast alles ändern, was Men­schen tun, wie sie es tun und war­um sie es tun, und auch ihr Ver­ständ­nis wer sie sind. Es ent­ste­hen neue Gesell­schafts­struk­tu­ren, neue Macht­ver­hält­nis­se, ein neu­es Wirt­schaf­ten und neue Arbeits- und Lebens­for­men. … So gut wie alle öffent­li­chen Sys­te­me wer­den grund­le­gend um- und neu­ge­baut wer­den müs­sen, sei­en es Bil­dungs- und Gesund­heits­we­sen, die Sozi­al­sys­te­me oder Ver­wal­tung und Regie­rung. Beson­ders tief­grei­fend müs­sen sich unse­re Ver­fah­ren des Pro­blem­lö­sens, Ent­schei­dens und Umset­zens auf allen Gesell­schafts­ebe­nen ver­än­dern, weil die­se so wich­ti­gen Sys­te­me durch die heu­ti­ge Kom­ple­xi­tät am meis­ten gefor­dert und über­for­dert sind. Die her­kömm­li­chen Metho­den haben ihre Pro­blem­lö­sungs­kraft weit­ge­hend ver­lo­ren. Wir müs­sen die Demo­kra­tie neu erfin­den. Die Lösun­gen für all das gibt es bereits, aber sie sind den meis­ten Ent­schei­dern noch nicht bekannt.”

Voll­stän­di­ges Inter­view lesen: Han­dels­blatt Online – Der Gewinn hat als Steue­rungs­grö­ße aus­ge­dient

Zu den Aus­sa­gen Maliks passt Sir Ken Robin­sons Rede Eine Bil­dungs­re­vo­lu­ti­on wagen: „Wir müs­sen in der Bil­dung weg­kom­men von dem der­zei­ti­gen Modell der indus­tri­el­len Mas­sen­pro­duk­ti­on, das auf Linea­ri­tät und Anpas­sung basiert, bei dem Schü­ler genormt und in ver­schie­de­ne Sta­pel ein­ge­teilt wer­den.”