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Buch: 15 Gebo­te des Lernens

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Peter Struck, Pro­fes­sor für Erzie­hungs­wis­sen­schaft an der Uni Ham­burg, pos­tu­liert im gleich­na­mi­gen Buch 15 Gebo­te des Ler­nens, die ich hier nur in aller Kür­ze zitie­ren möch­te. Im Hin­ter­kopf muss man behal­ten, dass die­se Gebo­te aus den Erkennt­nis­sen von Hirn­for­schern und Lern­psy­cho­lo­gen gebün­delt sind. Sie lauten…

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Lese­test Stol­per­wör­ter (Info)

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Eine Mög­lich­keit, um das Lese­ver­ständ­nis auf Satz­ebe­ne (= ein gram­ma­ti­ka­lisch voll­stän­di­ger Satz) zu doku­men­tie­ren, bie­tet der soge­nann­te Stol­per­wör­ter-Lese­test. Man unter­schei­det Satz- und Text­ebe­ne von­ein­an­der. Lese­ver­ständ­nis auf der Text­ebe­ne unter­sucht, inwie­weit es dem Leser gelingt, Zusam­men­hän­ge in einem gesam­ten Text zu erfas­sen und zu beurteilen.

Ich ent­warf neu­lich einen Stol­per­wör­ter-Lese­test mit 10 Sät­zen und ließ ihn vor zwei Wochen schrei­ben. Die Kin­der hat­ten unbe­grenzt Zeit, weil ich beson­de­ren Wert auf das Lese­ver­ständ­nis leg­te und nicht mes­sen woll­te, wie sie mit dem Zeit­druck zurecht kommen.

Test­prin­zip: In jedem Satz steckt ein Wort, das da nicht hingehört.

Ich gehe zu nach Hause.

Auf­ga­be ist es, das fal­sche Wort zu erken­nen und es durchzustreichen.

Ich gehe zu nach Hause.

Allen 16 Kin­dern, die im ers­ten Test drei oder mehr Feh­ler­wör­ter nicht fan­den, gab ich ein 18-sei­ti­ges „Sil­ben-Lese­trai­ning” mit. Dies stell­te ich aus Mate­ria­li­en zur Tobi-Fibel und eige­nen von mir erstell­ten Übun­gen zusam­men. Das Trai­ning bear­bei­te­ten die Kin­der in der Schu­le und zu Hau­se. Wei­ter­le­sen »Lese­test Stol­per­wör­ter (Info)

Leh­rer: gestresst, gemobbt, ausgebrannt?

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Eine Sen­dung vom 28.03.2009 im Ber­li­ner Radio­sen­der Info­ra­dio über Leh­rer, Schu­le und die Zukunft unse­rer Kin­der. Zu Gast ist Prof. Joa­chim Bau­er, Arzt und Neu­ro­bio­lo­ge an der Uni­ver­si­tät Frei­burg und an der Psy­cho­so­ma­ti­schen Hoch­grat­kli­nik im Allgäu.

Im Fol­gen­den stel­le ich ein Tran­skript mit den wesent­li­chen Aus­sa­gen von Prof. Bau­er vor:

  • „Leh­rer­ar­beit ist Bezie­hungs­ar­beit, was in unse­rer Zeit sehr schwer gewor­den ist.”
  • „Der Leh­rer­be­ruf ist der­zeit einer der belast­ends­ten Beru­fe, die die Gesell­schaft zu ver­ge­ben hat und mit dem eines Pilo­ten oder Nar­ko­se­arz­tes vergleichbar.”
  • Die moder­ne Neu­ro­bio­lo­gie zeigt: „Aggres­si­on wird beför­dert von vita­ler Bedro­hung, z.B. durch Schmer­zen. Aus­gren­zung aus einer Gemein­schaft (Wir reden nicht mit dir…, Du gehörst nicht zu uns…) wird vom Gehirn aber genau­so erlebt wie Schmer­zen!” Das ist eine Ursa­che von Amokläufen.
  • Die Neu­ro­bio­lo­gie zeigt auch: „Die Grund­mo­ti­va­ti­on des Men­schen ist, sozia­le Akzep­tanz zu bekom­men.”
  • „Die Gesell­schaft hat unaus­ge­spro­chen in den letz­ten 10–15 Jah­ren die Bezie­hungs­ar­beit auf die Schu­le übertragen.”
  • „Kin­der brau­chen Zuwen­dung.”
  • „Vie­le Eltern aus bil­dungs­na­hen Krei­sen gefal­len sich dar­in, den Leh­rern vor­zu­hal­ten, dass die Schu­le alles falsch macht. Eltern aus bil­dungs­fer­nen Krei­sen ent­zie­hen sich hin­ge­gen der Schule.”
  • „Eine drit­te Grup­pe von Eltern set­zen ihre Kin­der einem enor­men Leis­tungs­druck aus, so dass Angst zum domi­nie­ren­den Affekt wird. Wenn man den Bogen über­spannt, erreicht man am Ende nur weni­ger Leis­tung. Es geht um eine Balan­ce zwi­schen Leis­tung und den Ansprü­chen an Schule.”
  • „Men­schen, die Angst haben, kön­nen nicht gut ler­nen. Angst ist ein Bil­dungs­kil­ler!

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Rech­nen mit Fingern?

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Kin­der, die mit Fin­gern rech­nen, wer­den spä­tes­tens ab der Zahl 100 zu „schlech­ten” vor allem aber sehr lang­sa­men Rech­nern. Gute Rech­ner beherr­schen Ablei­tungs­tech­ni­ken, die alle Kin­der zum Ende des 1. Schul­jah­res ver­in­ner­licht haben soll­ten (müs­sen):

Tau­schauf­ga­be: 2 + 7 = 9 denn 7 + 2 = 9
Nach­bar­auf­ga­be: 3 + 4 = 7 denn 3 + 3 = 6
Umkehr­auf­ga­be: 7 – 4 = 3 denn 4 + 3 = 7
deka­di­sche Ana­lo­gie: 13 + 4 = 17 denn 3 + 4 = 7

Wer die­se Tech­ni­ken beherrscht, muss nicht mehr mit Fin­gern rech­nen. Als vor­aus­set­zen­de Fähig­kei­ten gehö­ren dazu, dass das Kind sich im 20er-Raum ori­en­tie­ren kann, eine Vor­stel­lung der Anzah­len auf­ge­baut hat, die Anzah­len im 20er-Raum sofort zei­gen kann und Zah­len in 10er und Einer zer­le­gen kann (14 = 10 + 4).

Auf­bau des Zah­len­raums bis 20 in Punkten:

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Die ers­te Rei­he oben stellt die Zah­len bis 10 dar, die zwei­te Rei­he 11 bis 20. Die Zah­len 1 bis 10 und 11 bis 20 sind jeweils in zwei 5er-Päck­chen geglie­dert. Der gan­ze Zah­len­raum ist also in 4 5er-Päck­chen oder 2 10er-Päck­chen auf­ge­teilt. Die­se Päck­chen, also der Auf­bau in 5er und die 10er Päck­chen, sind für das Ver­ständ­nis sehr wich­tig und müs­sen die Kin­der ver­in­ner­licht haben. Wei­ter­le­sen »Rech­nen mit Fingern?

Fak­to­ren von Schul­erfolg I

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Seit den Ergeb­nis­sen der PISA-Stu­di­en hat die brei­te Mas­se der Bevöl­ke­rung wahr­ge­nom­men, dass der Schul­erfolg von Kin­dern auch vom Bil­dungs­grad der Eltern abhängt. Da „Migran­ten­kin­der” häu­fig, aber natür­lich nicht immer, aus Fami­li­en mit gerin­ge­rem Bil­dungs­ni­veau stam­men, brach­ten die PISA-Ergeb­nis­se her­vor, dass Bun­des­län­der mit hohem „Aus­län­der­an­teil” auch pro­zen­tu­al schlech­ter abge­schnit­ten haben als Bun­des­län­der mit gerin­ge­rem Anteil. Vor allem die Stadt­staa­ten Ber­lin, Bre­men und Ham­burg sei­en hier als Bei­spie­le genannt. Wei­ter­le­sen »Fak­to­ren von Schul­erfolg I

Offe­ner Unter­richt nach Peschel

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Kürz­lich wur­de ich ange­regt durch eine Dis­kus­si­on auf den Namen „Fal­ko Peschel” auf­merk­sam gemacht. Fal­ko Peschel ist Grund­schul­leh­rer und Päd­ago­ge. Er beschäf­tigt sich mit dem The­ma des selbst­or­ga­ni­sier­ten und selbst­be­stimm­ten Ler­nens von Kin­dern. Den Kern die­ses Ler­nens erkennt er in einem Unter­richt, bei dem sich die Kin­der qua­si selbst bzw. gegen­sei­tig unter­rich­ten. Die The­men und… Wei­ter­le­sen »Offe­ner Unter­richt nach Peschel

Übun­gen für Erstleser

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Im Lau­fe des ers­ten Schul­jah­res stel­len sich Eltern oft die Fra­ge, wie sie ihrem Kind hel­fen kön­nen, wenn es lesen lernt. Fol­gen­der Arti­kel stellt eini­ge Übungs­mög­lich­kei­ten vor, wie man spie­le­risch die Fähig­kei­ten trai­niert, die für das Lesen not­wen­dig sind. Im wei­te­ren Teil stel­le ich Übun­gen vor, die man am Rech­ner leicht selbst her­stel­len kann. Wei­ter­le­sen »Übun­gen für Erstleser

Tech­ni­ken der Klassenführung

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In den 70er Jah­ren unter­such­te der For­scher Jacob Kounin, wie Leh­rer Stö­run­gen im Unter­richt unter­bin­den. Er stell­te dabei fest, dass die Mit­ar­beit der Schü­ler im Unter­richt durch eine effi­zi­en­te Klas­sen­füh­rung eher gestei­gert wird als durch dis­zi­pli­na­ri­sche Maß­nah­men. Sei­ne Beob­ach­tun­gen der Ver­hal­tens­wei­sen von Leh­rern mit ten­den­zi­ell weni­ger Unter­richts­stö­run­gen, lie­ßen ihn fol­gen­de Tech­ni­ken der Klas­sen­füh­rung auf­stel­len. Wei­ter­le­sen »Tech­ni­ken der Klassenführung

Die 100 häu­figs­ten Wörter

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Im Fol­gen­den stel­le ich die – angeb­lich – 100 häu­figs­ten Wör­ter der deut­schen Spra­che vor. Die Quel­le ist lei­der unbe­kannt. Ich habe die­se Lis­te ein­mal vor vie­len Jah­ren in irgend­ei­nem Buch ent­deckt und abge­tippt. Wenn jemand weiß, woher die­se Lis­te stammt, gibt mir bit­te Bescheid, damit ich die Quel­le hier noch ein­fü­gen kann. Wei­ter­le­sen »Die 100 häu­figs­ten Wörter

Sprach­spie­le im Anfangsunterricht

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Die pho­no­lo­gi­sche Bewusst­heit stellt eine zen­tra­le Fähig­keit dar, um Lesen und Schrei­ben zu erler­nen. Unse­re Spra­che ist aus Ein­zel­lau­ten auf­ge­baut, z.B. besteht das Wort „Auto” aus den Lau­ten (= Pho­ne­men) „Au” und „to”. Die­se Lau­te wer­den auf dem Weg zur Schrift immer wei­ter zer­glie­dert, also „A”, „u”, „t” und „o”. Hören, Spre­chen, Lesen und Schrei­ben sind dem­nach sehr eng mit­ein­an­der ver­bun­den. Bereits im Kin­der­gar­ten soll­ten ers­te Grund­la­gen für die Ent­wick­lung der pho­no­lo­gi­sche Bewusst­heit gelegt wer­den. Im Anfangs­un­ter­richt der Grund­schu­le wird sie wei­ter aus­ge­baut und verfeinert.

Im Fol­gen­den stel­le ich ein paar Spie­le vor, die ein Kind beim Auf­bau sei­ner pho­no­lo­gi­schen Bewusst­heit unterstützen.

„Ich sehe was, was du nicht siehst, und das fängt mit ‚A’ an.”

Genau wie das Spiel „Ich sehe was, was du nicht siehst”, aber eben mit Anlau­ten (= ers­ter Laut eines Wor­tes). Sel­bes Spiel kann man in anspruchs­vol­le­rer Form mit den End­lau­ten spie­len. Wich­tig: Das gesuch­te Wort / Gegen­stand muss mit sei­nem rich­ti­gen Laut aus­ge­spro­chen wer­den, z.B. „Sch” bei Schuhe/Stuhl und nicht „S” oder „D” bei Dach und nicht „de”. Wei­ter­le­sen »Sprach­spie­le im Anfangsunterricht

Direk­te Hin­füh­rung zur Buchstabenschrift

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Nach­fol­gend stel­le ich grob die Leselern­me­tho­de der ein­ge­setz­ten Fibel in Klas­se 1 dar (aus dem Schul­jahr 2008).

Die wich­tigs­te Erkennt­nis der Kin­der auf dem Weg zur Schrift muss sein: „Wör­ter bestehen aus Buch­sta­ben, denen Lau­te zuge­ord­net sind. Die­se Lau­te sind den iso­lier­ten Buch­sta­ben­lau­ten ähn­lich.” Wei­ter­le­sen »Direk­te Hin­füh­rung zur Buchstabenschrift

Die ers­te Erste

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Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, die ähn­lich wie ich zum ers­ten Mal eine ers­te Klas­se über­neh­men, fin­den bei den Ver­la­gen eine Viel­zahl an Büchern und Hef­ten mit Rat­schlä­gen, was am Anfang alles zu tun ist. Ich möch­te hier ein­fach kurz eini­ge zen­tra­le Fra­gen vor­stel­len, die ich mir in den Som­mer­fe­ri­en gestellt habe, um mich all­ge­mein auf die ers­te Klas­se vor­zu­be­rei­ten. Der Fra­gen­ka­ta­log ist unsor­tiert. Wei­ter­le­sen »Die ers­te Erste

Rich­ti­ge Stifthaltung

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Wer schrei­ben lernt, lernt auch ein neu­es Werk­zeug zu benut­zen – den Stift. Das Hand­ge­lenk sitzt locker! Kei­nes­falls dür­fen die Fin­ger starr blei­ben und die Bewe­gung nur aus dem Hand­ge­lenk kom­men! Kin­dern, die den Stift zu fest auf­drü­cken, kann man auf das obers­te Fin­ger­glied einen klei­nen Smi­ley malen. Wenn das Kind jetzt zu fest drückt,… Wei­ter­le­sen »Rich­ti­ge Stifthaltung

Grund­la­gen für den Rechenlehrgang

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Mathe­ma­tik in den Klas­sen 1/2 erfor­dert sehr vie­le Grund­fer­tig­kei­ten, die erwor­ben wer­den müs­sen, damit jedes Kind rech­nen erler­nen kann. Wir wis­sen heu­te, dank der Unter­su­chun­gen von Univ.Prof. Mag. Dr. Micha­el Gai­do­schik, dass Kin­der vor allem des­halb in Mathe schei­tern, weil Leh­re­rIn­nen in den Schul­bü­chern zu schnell vor­ge­hen. Es lässt sich fest­hal­ten, dass Rechen­schwä­che durch den… Wei­ter­le­sen »Grund­la­gen für den Rechenlehrgang

Beob­ach­tungs­be­rei­che

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Im Fol­gen­den stel­le ich eini­ge The­men vor, auf die Eltern und Leh­rer ach­ten kön­nen. sowie Die sprach­li­chen Fähig­kei­ten sind bei den Kin­dern viel bes­ser, denen die Eltern täg­lich etwas vor­le­sen und sich mit ihren Kin­dern unter­hal­ten. In Fami­li­en, wo der Fern­se­her regiert und auch nur wenig mit den Kin­dern gespro­chen wird, zei­gen nach­ge­wie­se­ner­ma­ßen die Kin­der… Wei­ter­le­sen »Beob­ach­tungs­be­rei­che